Am Dienstag haben wir dich für immer gehen lassen. Es war die schwerste Entscheidung, die ich in meinem bisherigen Leben treffen musste. Egal wann sie fiel oder fallen würde, sie würde sich immer falsch anfühlen. Kam sie zu spät, und ich habe dir schon zu viele schlechte Tage zugemutet? Kam sie zu früh, und ich habe dir zu viele gute geraubt?
Du warst ein so besonderer Hund mit jeder Menge Charakter. Was nicht immer einfach war. Ich habe dich sooo oft verflucht.
Du warst mein erster Hund. Du hast mich mein halbes Leben begleitet. Ohne dich wäre ich ein anderer Mensch. Nicht nur was den Umgang mit Hunden angeht. Du hast mich in so vielen Lebensphasen begleitet. Schule, Abi, Studium, Referendariat, mein erster Job. Du warst in so vielen wichtigen Momenten bei mir. Mein erster Kuss, meine Verlobung. Du warst immer da. Du hast 1000 Tränen getrocknet, auch wenn du schlechte Stimmung gehasst hast. Und genau so viele schöne Erinnerungen hast du mit mir geteilt.
Alle wichtigen Momente, die noch folgen, werde ich ohne dich erleben. Und der Gedanke daran tut so weh.
Schon lange bevor Ty hier einzog, habe ich mich ausgiebig mit dem Thema Rudelhaltung beschäftigt. So stieß ich damals auf die DVD "Rudelharmonie" von Anita Balser. Ich war da schon ziemlich begeistert, mit welch einfachen Mitteln man so viel erreichen konnte. Zum Glück hatte ich nie Probleme innerhalb meines Rudels, weder mit Drover und Indi, noch als Ty dazu stieß. Ich denke, das liegt daran, dass ich immer schon in Ansätzen nach HTS-Prinzipien gelebt habe. Meine Hunde haben wirklich viele Freiheiten und ich bin ihnen gegenüber sehr positiv eingestellt, aber ich sage ihnen auch sehr deutlich, wenn ich etwas nicht möchte, bzw. wenn etwas MEINE Entscheidung ist. So lasse ich es auch nicht zu, dass da irgendwas "unter sich geregelt" wird. Nicht, dass es da viel zu regeln gäbe 😆 Es ging mir beim Ansehen der DVD mehr um das Zerren an der Leine mit mehreren Hunden und solche Sachen. Da hat uns die DVD schon Meilen nach vorne gebracht. Und doch gerät Vieles mit der Zeit wieder in Vergessenheit.
Das Ty-lchen stieß zu unserem Rudel und er verhielt sich von Anfang an anders als Drover. Er ist einfach ein ganz anderer Charakter und geht auch mit der Welt ganz anders um. Er ist ein genialer Hund, der seine Aufgaben sehr ernst nimmt. Und irgendwie sah er es als seine Aufgabe an, der Polizist des Rudels zu sein. Bei Außenreizen (Hundebegegnungen, bestimmte Menschen) nahm er auf Spaziergängen gerne Position ein, machte sich groß und stolzierte vorbei, häufig auch mit entsprechender akkustischer Untermalung. 🙄 Man darf sich das jetzt nicht so vorstellen, als hätte er geifernd in der Leine gehangen. Er ist nur kurz an Ort und Stelle explodiert und ging dann locker weiter. Toll. Ganz toll. Letztendlich alles nur Show, denn wenn er zum Reiz hin durfte/konnte, war er wieder der freundlichste und kasperigste Hund.
Was hat mich das genervt! Drover und Indi haben nie so ein Palaver an der Leine gemacht und Ty ließ mich wie den letzten Idioten aussehen. Ich habe es auch nicht geschafft, ihn entspannt und ruhig zu bekommen. Meine erste Reaktion war natürlich, ihn anzumachen. Dem folgte ablenken, beruhigen, click für Blick - nichts brachte in irgendeiner Form Besserung. Die meiste Zeit befanden sich Drover und Ty sowieso im Freilauf. Bei Hundbegnungen rief ich sie zurück, Drover ging in Freifolge, Ty an der Leine dran vorbei. Der Rückruf war auch überhaupt kein Problem, selbst wenn ein Hund plötzlich auftauchte. Bzw. war er bei Drover kein Problem, Ty ist mir in seinen fast 3 Lebensjahren vielleicht 7-8 Mal dann doch hingerannt, wenn ich zu spät reagiert habe. Und auch wenn da nichts passiert und unsere Quote immer noch super ist, ist das für mich ein absolutes NoGo.
Mein erklärtes Ziel war/ist, dass ich mit beiden Jungs OHNE Leine an anderen Hunden vorbei komme, auch wenn sie diese vor mir sehen. Ich wusste, das Ty das kann. Er hat ja eigentlich gar kein Problem mit anderen Hunden. Das war vielleicht Jammern auf hohem Niveau, aber das ist für mich die größtmögliche Freiheit für mich und mein Rudel. Und wir waren ja schon gar nicht so weit davon weg. Und so stieß ich dann auf die neuere DVD von Anita "Die große Freiheit" von der HundeTeamSchule. Vieles kannte ich bereits aus der Rudelharmonie, es wurde aber nochmal aufgefrischt und ergänzt. Und so begann ich nach HTS zu arbeiten.
Innerhalb kurzer Zeit waren wir so weit, dass wir an anderen Hunden vorbei kamen, ohne dass Ty an der Leine auslöste. Ich merkte aber immer noch, dass er unentspannt in der Begegnung war und im Freilauf konnte ich mich in Hundebegegnungen auch nicht zu 100 % auf ihn verlassen.
Ich war SO HAPPY, als ich spontan nachgerückt bin und einen Seminarplatz bei Anita und Linda für "Die große Freiheit" haben konnte. Wie soll ich dieses Seminar beschreiben? Ich bin schon auf vielen Seminaren gewesen, natürlich hauptsächlich Obedience, und da waren auch richtig richtig gute dabei. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Es hat einfach richtig click bei mir gemacht. Als ich am Samstag nach Hause kam, war ich fix und fertig. Mein Kopf hat regelrecht geraucht. Die erste Erkenntnis war (wie sollte es auch anders sein), dass ich das Problem bin, weil ich viel zu viel denke. Die zweite Erkenntnis war, dass grade Ty absolut im Modus "Lernen" gefangen ist und in manchen Situationen überhaupt nicht mit mir kommuniziert, sondern nur erlerntes Verhalten abspult. Da muss ich ihn erstmal rausbekommen.
Ein kleines Beispiel fürs bessere Verständnis: Ich will die Jungs aus dem Auto holen. Nach der DVD wusste ich, da sollen sie mir erstmal Raum geben, bevor ich sie raus lasse. Es war ja auch nervig, dass sie beide versuchten, als erstes raus zu kommen. Daran haben wir gearbeitet und das war auch kein Problem mehr. Dachte ich. Was war aber passiert? Die Jungs haben gelernt, wenn sie brav sitzen bleiben, lasse ich sie raus. Es war konditioniertes Verhalten. Sie haben NICHT mit mir kommuniziert und akzeptiert, dass der Raum um den Ausstieg mir gehört und sie sich deshalb aktiv zurücknehmen. Ihr habt keine Vorstellung, wie lange es am Samstag gedauert hat, Ty aus seinem erlernten Verhalten rauszuholen. Das war wirklich krass. Linda meine nur, ohne Ty zu kennen, er sei mit Sicherheit ein genialer Sporthund. Was er kapiert hat, zieht er durch. Bis zum Letzten. Was die Kommunikation in dem Moment aber nicht vereinfachte 😕
Am Sonntag ging es mit sozialem Spiel und Streicheleinheiten weiter, um neben der Arbeit am Respekt auch die Beziehungsarbeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Am Nachmittag folgte die zweite Einheit zum Respekt und wir stellten uns der Freifolge. Die Jungs dürfen sich dabei hinter und neben mir frei bewegen, schnüffeln, lösen. Sie dürfen aber nicht in den Raum vor mir eindringen. Beide liefen dabei völlig entspannt mit sehr wenig Korrekturen hinter mir her, während ich mich angeregt unterhalten konnte, und sie kaum noch beachtete. Und dann kam die Hundebegegnung. Wir mussten an einem angeleinten Aussie-Rudel von 3 Hunden vorbei, die meine die ganze Zeit fixierten. Als Ty sie bemerkte, spannte er sich kurz an (was ich immer gut an seiner Atmung höre, hinschauen soll ich ja nicht mehr 🙄 ), nach einer kurzen Korrektur entspannte er jedoch und ich lief einfach zügig dran vorbei. Beide Jungs folgten mir. Die Trainerin schilderte mir danach, dass Ty die Hunde nur kurz angeschaut hätte, sich dann aber an mir orientierte und mir einfach folgte. Und das ist wohl das Geheimnis. Wenn ich mich in Hundebegegnungen anspanne, weil ich eine Reaktion von ihm erwarte, und ihn dann auch noch ansehe, erteile ich ihm ja schon fast den Auftrag, sich darum zu kümmern. Wie schon gesagt, ICH bin das Problem. Ich muss mich entspannen und Vertrauen in mich und meine Jungs haben.
Es ist Dienstag. Das Seminar ist keine 2 Tage her. Was haben wir erreicht? Drover und Ty laufen, außer an der Straße, permanent in der Freifolge. Ich habe sie nicht einmal angeleint. In keiner Hundebegegnung, bei keinem Außenreiz. Wir sind entspannt an Radfahrern, Horden kleiner Kinder, die wild mit Stöcken hin und her rannten, angeleinten und dabei geifernden Hunden, entspannt freilaufenden Hunden vorbei gekommen. Kein einziges Mal hat einer der Jungs versucht, sich dem Reiz zu nähern. Kein einziges Mal hat Ty ausgelöst. Jedes einzelne Mal haben sie sich an mir orientiert und sind mir gefolgt. Wenn ich souverän führe, vertrauen mir auch meine Hunde. Noch sind wir in der Freifolge. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns dem Freilauf schnell wieder nähern werden 🙂
... hieß es bei uns am 02.07., als Drover, Ty und ich uns auf den Weg nach Kevelaer Twisteden machten, um zum ersten Mal in der Rally Klasse 2 an den Start zu gehen. Man muss dazu sagen, dass wir kein Rally trainieren. Ganze 2 Mal waren wir in einem Jahr beim Rally Training. Ich habe das immer mehr als eine Art "Nebenprodukt" vom Obedience gesehen, was auch in der Klasse Beginner und 1 noch wunderbar funktioniert. Dass es in der 2 knifflig werden könnte, war mir schon klar 😆 Und dann war auch noch keiner dabei, den ich kannte und mit Fragen löchern konnte...
Als ich den Parcours sah, wurde mir schon etwas anders und ich hatte viele Fragezeichen in den Augen. Die konnten jedoch bei der Parcoursbegehung alle ausgeräumt werden 😀
Ich war froh, dass zuerst Drover an den Start musste, weil ich mich bei ihm mehr auf mich konzentrieren kann und er das alles so brav mitmacht. Und das musste er auch, weil ich völlig mit mir selbst und den Schildern beschäftig war. Interessanter Weise lief Drover in meinen Augen den schönsten Rally Lauf seit langem, wahrscheinlich WEIL ich IHN gar nicht beachtet habe. Ich glaube, dass man im Rally so viel quaseln und auf den Hund eingehen darf, ist für Drover gar nicht gut und er findet das eher komisch... Ja ja, so erlief sich das Fleckentier bei seinem ersten Start in Klasse 2 und mit völlig verpeiltem Frauchen doch glatt 90 Punkte und direkt das Aufstiegs-V. Die Klasse gewann er damit dann gleich mit. Hach, der tolle Hase <3
Bei Tys Start war ich dann deutlich gelassener, wusste ich ja jetzt, was auf mich zukam und worauf ich beim 2. Mal achten musste. Ty lief auch richtig schön. Nur an einer Hürde rannte er vorbei, so dass wir diese Übung wiederholen mussten. Ich kam also voll zufrieden aus dem Parcours und dachte dann, ich spinne, als die Richterin mir unsere Punktzahl mitteilte: 65 und damit nicht mal ne Quali! Sie erklärte mir dann, dass Ty bei den beiden Übungen, in denen eine Bewegung im Vorsitz gefordert wurde, den Popo nicht hochgehoben hat, sondern gerutscht sei. Damit hat sie beide Übungen nicht gewertet! Gut, mag im Rally Regelwerk so sein, darf ich aber trotzdem scheiße finden! Ty arbeitet bei allem was er macht sehr zackig und schnell. Dazu kommt, dass ich mit ihm in letzter Zeit verstärkt den geraden Vorsitz geübt habe und er aus allen möglichen Winkeln gerade vor mich rutschen musste. Er hat also alles richtig gemacht! Ich find es auch viel schöner so und werde nur für Rally bestimmt nichts daran verändern. Dann können wir da halt nicht mehr starten. Interessant ist für mich nur, dass in den 3 bisherigen Rally Turnieren diese Schilder auch schon vorkamen und da nie ein Richter gemeckert oder Punkte gezogen hat.
Na ja. Meine Gedanken zum Rally (aber das nicht erst seit diesem Turnier 😉 ): Ich finde, dass es grundsätzlich ein schöner Sport ist, gerade für Leute, die nicht so ambitioniert sind, wie man es fürs Obedience vielleicht sein muss, um in die höheren Klassen zu kommen. Ein Fun-Sport eben. So wie in diesem Sport allerdings gerichtet wird, sehe ich ehrlich gesagt 0 Fun-Factor! Berühren sich die Füße nicht - Punktabzug, bewegt man sich nen Zentimeter von der Stelle - Punktabzug. (Und das soll ja nächstes Jahr mit neuer PO eher schlimmer werden..) Ich habe das Gefühl, im Rally geht es nicht darum, wie man MIT seinem Hund als Team läuft. Genauso gut kann der Mensch alleine durch den Parcours gehen. Werden ja eh nur seine Fehler gezählt. Teamarbeit ist gar nicht gefragt. Teams, die motiviert und freudig arbeiten, machen vielleicht einen Fehler mehr. Aber wenigstens sieht man ein Zusammenspiel. Stattdessen schlurfen da viele durch den Parcours, locken den Hund, fuchteln wild mit den Händen und der Hund latscht lustlos hinterher. Weil die so langsam sind, machen die dann keine Fußstellungs-Fehler (oder wie das heißt) und bekommen gute Punkte. Schön ist anders - in meinen Augen. Auch im Obedience geht es ums korrekte Arbeiten - bitte nicht falsch verstehen - aber ich finde da zählt auch einfach der Gesamteindruck, die Harmonie zwischen Hund und Hundeführer. Davon sehe ICH im Rally leider selten etwas. Und wenn, dann nicht bei denen, die hohe Punkte laufen!
Just my 2 cents.
Wir werden wahrscheinlich trotzdem nochmal auf dem ein oder anderen Turnier mitlaufen. Ich weiß wie toll meine Jungs sind und wie schön sie arbeiten. Vielleicht sieht das ja auch der ein oder andere Rally Richter so 😉
In diesem Jahr hat sich nur das Ty-lchen für die Verbandsmeisterschaft qualifiziert. Drover kam aber natürlich als mentale Unterstützung mit 😀
Bei seinem 3. und letzten Start in der Klasse 2 war Ty wieder spitze, wenn auch deutlich abgelenkter als auf den letzten Turnieren! Aber ich kann mich wirklich überhaupt nicht beschweren und bin einfach nur stolz auf den kleinen Mann, der die Klasse 2 durchweg so souverän gemeistert hat und diese Leistung auch auf einer Meisterschaft abrufen konnte, was seine Punkte bestätigen:
2 Min Platz
Freifolge
Pos. a. d. Bew.
Abrufen mit Steh
Box
Richtungs- apport
Identifizieren
Distanz- kontrolle
Metallapport über die Hürde
Gesamt- eindruck
8
8
9
10
9
8,5
9
10
6
10
x2
x3
x3
x4
x4
x3
x4
x4
x3
x2
16
24
27
40
36
25,5
36
40
18
20
Gesamt: 282,5/320 Punkten (V - 1. Platz von 4 Startern)
Damit wurde Ty Verbandsmeister des DSV in der Obedience Klasse 2 2016!!!
Wie gesagt, bei der Fußarbeit und zwischen den Übungen sieht man, dass er sich leicht ablenken lässt. Er schaut immer mal wieder nach dem Ringsteward, besonders in den Winkeln. Daher machen wir seitdem Extrem-Ablenkungstraining 😀 Er ist aber trotzdem sehr konzentriert. Achtet im Video mal darauf, wie geil er sich durchweg nach hinten ablegt. Sieht man besonders schön beim Abrufen. Ja und die DisKo - die ist ja eh immer mein persönliches Highlight mit Ty <3
Überzeugt euch selbst:
Die einzige Übung, die Ty mehr oder weniger gecrasht hat, war der Metallapport. Da wurde er nicht mehr warm mit. Ich muss aber auch gestehen, dass ich das Metall-Apport-Training nach dem ersten V in der 2 nicht mehr konsequent durchgezogen habe. Wir brauchen es nie wieder und Ty findet es einfach doof. Dafür stellen wir uns jetzt höheren Aufgaben 😀 Zu unserem Turnier ist Ty wohl noch nicht so weit für Klasse 3. Aber er ist noch keine 3 Jahre alt. Wir liegen gut in der Zeit 😉
Für das letzte Jahr konnten Drover und Ty einige sportliche Erfolge - sowohl im FCI als auch im ASCA - erzielen.
Ich habe schon berichtet, wie stolz ich auf die CASD AOM Ergebniss der Jungs bin!
Wildsong's Overnight Express CHR CHR I CHR II AD BH OB O1 O2 RO-B RO-1 ASCA CD RAX "Ty" 7. Platz in der Versatility Wertung Rüden 2. Platz Obedience Beginner Rüden 2. Platz Obedience Klasse 1 Rüden 2. Platz Rally Beginner Rüden 3. Platz Rally Klasse 1 Rüden
Wildsong's Happy Day 'N Night Drover CHR CHR I CHR II VT AD BH OB O1 O2 O3 RO-B RO-1 RO-2 ASCA CDX RTX DNA-VP "Drover" 9. Platz in der Versatility Wertung Rüden 2. Platz Obedience Klasse 3 Rüden 3. Platz Rally Beginner Rüden
Die Schleifen dafür bekamen wir dann in Rödermark überreicht.
Aber auch im ASCA haben wir uns tapfer geschlagen. Aus der CD Wertung fiel Ty leider raus, da er die erste Quali schon im letzten Showjahr gemacht hat. Dafür mischten wir im Rally mit:
Ty: Platz 3 auf der Advanced Merit Liste!
Drover: Platz 17 in den Rally Finals! Damit erhielten wir eine Einladung zu den diesjährigen Nationals in den USA. Soooo toll, auch wenn wir nicht hinfliegen 😉
Ja wir sind spät dran mit unseren Berichten der letzten 2 Monate *schäm* Aber besser spät als nie! Am Wochenende 11./12. Juni sind Drover, Ty und ich nach Rödermark / Waldacker gefahren und haben dort an der CASD und ASSD Vereinsmeisterschaft im Rally sowie an der Clubschau teilgenommen.
Am Samstag ging es los mit Rally. Ursprünglich sollte Drover noch einmal in Klasse 1, Ty zum 1. Mal in Klasse 2 an den Start gehen. Das Turnier war für Samstag Nachmittag geplant, so dass wir morgens "gemütlich" die 3 Stunden hätten anreisen können. Freitag fahren ging leider nicht. Wegen zu vieler Meldungen wurde dann leider kurzfristig entschieden, doch ein Tagesturnier draus zu machen, womit die Klasse 2 vormittags, Klasse 1 nachmittags dran gewesen wäre. Somit habe ich mich dann doch entschieden, auch Ty noch einmal in der Klasse 1 zu führen, da wir sonst um halb 5 hätten fahren müssen.
Lange Rede, kurzer Sinn, beide Jungs haben ihren Job super gemeistert. In beiden Fällen habe sowohl ich, als auch der Hund uns je einen Punkt gekostet, so dass beide punktgleich mit 98 Punkten aus dem Turnier gingen 🙂 Drover war jedoch etwas schneller und so landete er vor Ty auf dem 2. Platz. Damit konnten sie sich auch ein paar nette Titel sichern: Drover wurde zweiter sowohl bei der Clubmeisterschaft des CASD als auch des ASSD. Ty wurde bei beiden Meisterschaften dritter.
Nach einem tollen gemeinsamen Essen mit lieben neuen Bekannten übernachteten wir dann zusammen mit Kathi in einem super Hotel (wir kommen bestimmt noch mal wieder!).
Am Sonntag musste Ty dann noch auf der Clubschau ran. Leider hatten wir großes Wetterpech und es schüttete aus Eimern, als unsere Klasse dran war. Die war mit 16 Rüden auch noch extrem stark besetzt. Ty war sehr brav und hielt tapfer durch. Aber er war nicht wirklich der Fall der Richterin, auch wenn der Bericht im Großen und Ganzen nicht schlecht ist:
"Nice head, good bite, nice topline, straight shoulder, a little light on bone, nice chest, a little close in rear, good color, nice earset, good pigmentation." (Alice Brock)
Wo Ty ne steile Schulter hat weiß ich allerdings nicht, aber nun gut 🙄
Mit dem SG hat es dann zusammen mit der Rally Wertung dann immerhin noch für den 3. Platz in der Kombiwertung aus Show und Rally Klasse 1 gereicht 🙂
Das Wochenende war von der Veranstaltung nicht so meins. Die Organsiation und das Gelände hatten einfach zu viele Schwachstellen. Trotzdem hatten wir viel Spaß, weil so viele liebe Menschen mit dabei waren, so dass es sich doch wieder gelohnt hat 🙂 Mega gefreut habe ich mich, Tys Bruder Woody zum ersten Mal seit Welpentagen wieder zu sehen. Sylvia kam mit ihm und seinem Wildsong Kumpel Early (Drovers Cousin) am Samstag vorbei. Wir sind dann zusammen eine Runde gelaufen und es war einfach wieder fantastisch, wie toll die Wildsong-Jungs sind. 4 (fremde) Rüden, davon 3 intakt ohne den Hauch eines Konflikts, Pöbelei oder sonst was. Ty und Woody haben so schön miteinander gespielt. Es sind einfach geniale Hunde!
4 Wildsongs: Drover (Kona x Reason), Ty & Woody (Mig x Addison), Early (Beamer x Flitz)
Es ist mal wieder Zeit ein bisschen was von den Drover und Cleo Kids zu berichten: Ich bin ja absolut happy, dass ich die beiden einigermaßen regelmäßig zu Gesicht kriege. Und beide begeistern mich immer wieder! Sie sind absolut sichere und fröhliche Hunde, die ihren Besitzern viel Freude machen. Besonders Arya erinnert mich von ihrer ganzen Art einfach enorm an Drover <3
Und auch die Obe-Gene haben sich durchgesetzt: So sind beide mittlerweile sehr erfolgreich im Obedience und Rally Obedience unterwegs.
Lasse trat letzten Monat in der Rally Obedience Beginner Klasse an und konnte sich grandiose 99 von 100 Punkten und ein V sichern. Noch einmal meinen allerherzlichsten Glückwunsch, Gabi!
Arya trat bereits mehrfach in der Obedience Klasse 1 an und erreichte jedesmal hohe Punktzahlen und schon mehrere Vs. Die Krönung davon war aber nun ihr Auftritt bei der DVG Landesmeisterschaft Nord-Rheinland. Dort erlief sie sich mit 269,5 Punkte und einem vorzüglich den 4. Platz! Way to go, Susanne!
Ich freue mich echt riesig, dass die beiden sich so toll entwickelt haben und ihre Besitzer so glücklich machen. Ich denke, Cleo und Drover haben das gut hinbekommen 🙂
Dieses Wochenende war ich mit Drover und Ty in Viersen zum Obe und Rally Trial des ASCD.
Hier mal knapp unsere Ergebnisse:
Samstag:
Obedience:
Drover Open ODX B: 194 Punkte, 1. Platz, 1. leg ODX >>> High in Trial
Ty Open ODX A: 189 Punkte, 2. Platz, 1. leg ODX
Rally:
Drover Masters B: 199 Punkte - 2. Platz
Drover Excellent B: 200 Punkte - 1. Platz
>>> Rally High Combined
Ty Excellent A: 198 Punkte, 1. Platz, 1. leg REX
Sonntag: nur Rally
Drover Masters B: 197 Punkte - 3. Platz
Drover Excellent B: 200 Punkte - 2. Platz
Ty Excellent A: 197 Punkte, 1. Platz, 2. leg REX
Wie man sieht konnten wir wieder ordentlich Qualis und Punkte sammeln: Beide haben im Obedience beim ersten Versuch ein Leg zum ODX Titel geholt. Im Rally sammelte Ty gleich 2 X-Qualifikationen für den REX und Drover nähert sich in guten Schritten dem RTCH 😀 Ich war sehr zufrieden mit den Jungs, auch wenn wir heute alle drei nicht mehr ganz so fit waren... Die beiden Tage waren sehr anstrengend, vor allem die Hitze gestern. Und wir waren erst um viertel vor elf zu Hause 🙄 Trotzdem war es ein super schönes Wochenende! Danke an den ASCD für die Organisation!
P.S. Die Schleifen auf dem Bild sind von beiden Jungs zusammen 😉 Allerdings sind die alle nur von Samstag.
Letztes Wochenende waren Drover, Ty und ich beim HSV Kückhoven zu Gast. Es war ein sehr schönes, kleines Turnier bei richtigem Badewetter. Zum Sonnen wunderbar, zum Arbeiten nicht ganz so toll 😆
Der Meinung war jedenfalls Drover, der nicht so richtig motiviert war und immer mal wieder die Konzentration verlor. Bei den Gruppenübungen war er schon Mr. Schluffi. Saß aber wie ne 1 und beim Liegen habe ich uns 2 Punkte gezogen, weil ich ihm einfach mal das falsche (Tys) Kommando zum Liegen gab und er daher ein Doppelkommando brauchte. Dummes Frauchen 🙄
Bei den Einzelübungen ging es mit unserer Wackelübung, der Übung 8, los. Ich war die erste in der Klasse und der Ringsteward noch nicht ganz auf der Höhe und ich sowieso völlig nervös 😀 Und so legten wir dann direkt einen gemeinsamen Frühstart hin, bevor die Apportel überhaupt lagen. Aber Drover fand auf Anhieb den Pylon, was ja unser größtes Problem ist. Wir durften wiederholen und ich war mir sehr sicher, dass er ihn beim zweiten Mal dann auch finden würde, was auch der Fall war 🙂 Insgesamt war die Übung toll, leider hat Drover das Apportel liegenlassen 😆 Er hat angedeutet, es aufzunehmen und als dann mein "Hopp" kam, entschied er sich, es da zu lassen. Schade, hätte ja auch mal klappen können 🙄 Aber die Übung hat er definitv besser gemacht als beim letzten Mal!
Weils so gut angefangen hat, ging es dann mit unserer Dauerbaustelle, dem Abrufen mit Steh und Platz" weiter. Ja, die Reihenfolge diesmal war nicht so meins 😆 In der letzten Woche war Drover im Training schon sehr renitent und hielt Anhalten für gänzlich überflüssig, obwohl wir da auf lange Sicht betrachtet echt Fortschritte gemacht hatten. Das zeigte er dann leider auch im Turnier. Das Stehen war schon echt nicht gut, das Platz ignorierte er dann völlig. Zweite 0 mit Koeffizient 4. Wenn schon, denn schon! Da wurde ich dann auch kurz mal stinkig. Und siehe da, die Fußarbeit die folgte, war einfach nur brav <3 Es war echt warm, aber Drover war voll bei mir. Kein Hängen, kein Zögern bei der Grundstellung, eine wirklich schöne Arbeit. Die dann mit 9,5 Punkten belohnt wurde. Die beste Fußarbeit in der Klasse 3 an dem Tag. Es folgte der Richtungsapport. Ich weiß beim besten WIllen nicht, was Drover da vor hatte, aber er rannte gar nicht zum Pylon, sondern lief fröhlich in der Gegend rum. Beim 2. Versuch war alles super, aber da waren die 30 Punkte ja dann auch schon weg 🙁
Bei den Positionen aus der Bewegung war Drover unkonzentriert. So fehlte wieder das Sitz als erste Position 🙁 Die Distanzkontrolle war nett. Kleine Vorwärtsbewegungen drin, Schnüffeln beim Weggehen. Aber dafür alle Kommandos korrekt angenommen und keine Doppelkommandos. Beim Schnüffeln ließ Drover das Hölzchen dann einmal fallen. Das passiert eben, wenn er unkonzentriert ist. Die Box war schön, bis auf das Schnüffeln in der Box. Aber das Voran hat diesmal geklappt 🙂 Bei dem Mörder-Target hätte es auch echt nicht anders sein dürfen 😆
Hier Drovers Punkte in der Übersicht:
2 Min Sitz
1 Min Platz mit Abrufen
Freifolge
Positionen a. d. Bew.
Abrufen mit Steh und Platz
Box
Richtungs- apport
Pylon, Apport und Sprung
Identifizieren
Distanz- kontrolle
10
8
9,5
6,5
0
9
0
0
7
8,5
x2
x2
x3
x3
x4
x4
x3
x4
x3
x4
20
16
28,5
19,5
0
36
0
0
21
34
Gesamt: 175/320 Punkte (n.b.)
Leider hat es zum Bestehen nicht gereicht. Zwei 40er und eine 30er Übung machen schon sehr viel aus 🙄 Und da bei den anderen Übungen einfach noch zu viele Kleinigkeiten durch fehlende Konzentration dazu kamen, reichte es eben nicht. Diese Kleinigkeiten sind auch das, was mich am meisten stört. Und der Richtungsapport, den Drover ja nun wirklich kann. Insgesamt hat Drover mir in Budberg besser gefallen, weil er da mehr bei der Sache war. Na ja, war ja auch warm, ne 😆
Trotzdem hatte Drover so seine Momente, über die ich mich sehr freue. Zum Beispiel über die tolle Fußarbeit bei dem Wetter. Und darüber, dass ich keine Doppelkommando in der DisKo und fürs Hinlegen beim Verlassen brauchte. Und natürlich auch über Übung 8, auch wenn es schade ist, dass das Apportel nicht doch noch am Zähnchen hängen blieb und uns die Punkte brachte. Dann hätten wir sogar bestanden. Hätte, hätte, Fahrradkette....
Drovers Video:
Und nun zum Streber-Ty-lchen: Nachdem sich Ty bei der Gruppe morgens wieder 9 Punkte erlag, musste das arme Baby bis ganz zum Schluss warten. Als letzter Starter ging er bei brütender Hitze auf den Platz. Und er war einfach nur genial <3 Ich glaube, dieser Hund würde arbeiten, bis er tot umfällt, egal ob Hitze, Starkregen, Hagel oder Sturm.
Wir begannen mit unserer "Lieblingsübung", dem Metallapport. Bei Ty kam mir diese Reihenfolge jedoch sehr entgegen. Wenn er crazy auf den Platz kommt, ist er zu arbeitsgeil um groß zu Zögern und so brachte er brav das Apportel 🙂 Es folgte das Abrufen mit Steh, was er ebenfalls souverän meisterte. Wenn Mr. Border Collie in der Übung auch etwas zu sehr auf Spannung ist, so dass er nicht 100 % still stehen kann und sich die Füßchen schon voller Erwartung heben 😆 Einzig bei der folgenden Fußarbeit konnte ich merken, dass auch Ty die Hitze zusetzte. Nicht das er hing oder so. Aber er hatte ein Problem mit den Grundstellungen und brauchte dazu ein paar extra Aufforderungen.
Schon beim Aufstellen für die Fußarbeit geierte Ty Richtung Box. Das verfolgte uns dann auch beim Richtungsapport. Die Fußarbeit zum Target war noch schön, aber auf mein Kommando rechts zu Apportieren folgte dann ein großer Schlenker rechts um mich herum und der Versuch, auf dem Weg in die Box zu kommen. Aber weit gefehlt. Ich konnte Ty noch zurück rufen und ihn auf direktem Weg zum rechten Apportel dirigieren. Komisch, dass ich immer so eine Show-Einlage brauche 🙄
Die Positionen nahm Ty sehr schön ein, nur bei der Fußarbeit war er irgendwie zögerlich. Die Distanzkontrolle ist mit Ty immer mein persönliches Highlight <3 Er hat sie sehr schön gemacht, wenn auch noch nicht perfekt. Trotzdem gab es Applaus und 10 Punkte! Für das Schnüffeln brauchte ich ein Doppelkommando zum Loslaufen, dann hat das Baby gut gesucht und das richtige Hölzchen gebracht. Die Box war super und blieb ohne Beanstandung!
Hier Tys Punkte im Überblick:
2 Min Platz
Freifolge
Pos. a. d. Bew.
Abrufen mit Steh
Box
Richtungs- apport
Identifizieren
Distanz- kontrolle
Metallapport über die Hürde
Gesamt- eindruck
9
8,5
9
9
10
6,5
9,5
10
9
10
x2
x3
x3
x4
x4
x3
x4
x4
x3
x2
18
25,5
27
36
40
19,5
38
40
27
20
Gesamt: 291/320 Punkten (V - 1. Platz von 3 Startern)
Ich denke, die Punkte sprechen Bände. Fast nur 9er und 10er und das bei dem Wetter ist schon echt genial. Ich bin sehr stolz auf den kleinen Mann! Einziger Ausreißer ist da der Richtungsapport und selbst da hat er sich noch super lenken lassen. Besonders freue ich mich aber darüber, dass Ty weiterhin immer sicherer auf Prüfungen wird. Er ließ sich auch diesmal von nichts ablenken oder aus der Ruhe bringen. Weder von der nahen Autobahn, noch von vorbeiratternden Zügen oder den verschiedenen Menschen auf dem Platz. Ty war nur auf die Arbeit konzentriert und schaute mich an. (Da nehme ich das Anschauen in der Show doch gerne für in Kauf 😉 ) Nicht wundern übrigens, dass ich Drover auf den Videos viel überschwenglicher lobe als Ty. Das muss so 😆
Tys Video:
Es war ein sehr schönes Turnier mit sehr lieben Menschen 🙂 Ich hab mich so gefreut, wie sehr ihr euch mit mir über Ty gefreut habt <3 Ich weiß schon, warum ich so gern nach Kückhoven komme, auch wenn es so weit für uns ist. Bis zum nächsten Mal!
Am 01. Mai machte ich mich auf zur alljährlichen Ausstellung in Trosdorf. Da beide Jungs jetzt in der offenen Klasse ran müssten, habe ich mich entschieden, nur noch Ty auszustellen. Drover durfte mit Indi einen entspannten Tag zu Hause verbringen 🙂
Die offene Klasse war wie immer in Troisdorf stark besetzt. Ty musste sich mit 9 anderen Hunden, davon 4 weiteren Wildsongs messen. Er hat das super gemacht! Er ist völlig cool und relaxed im Ring, auch wenn er mal lange warten muss. Andere Hunde, Abtasten, Zähne gucken, alles kein Thema. Er hat sich sehr schön präsentiert, lässt sich super stellen, bewegt sich dann kein bisschen. Und das Laufen... Nun ja. Ty und ich haben dieses Jahr tatsächlich oft das Showen geübt und ich finde, dass sich das auszahlt: Er schaut immer öfter mal nach vorne. 😎 Ja, er guckt mich auch immer wieder an, aber ehrlich gesagt ist mir das schnuppe, solange er dafür im Obe eine so geniale Fußarbeit zeigt. Unsere Prioritäten liegen da eben einfach anders 😉
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte den Eindruck, dass Ty der Richterin sehr gefallen hat. Sie hat uns auch mit sortiert, wir sind dann jedoch auf dem 5. Platz (von 10) gelandet, womit es keine offizielle Platzierung mehr gab. Ty hat als Wertnote ein SG bekommen. In Anbetracht dessen, dass in dieser Klasse nur 2 Vs und auch einige Gs gegeben wurden, können wir damit zufrieden sein. Der Richterbericht gefällt mir gut, kann ich doch allen Punkten, den positiven wie den kleinen Fehlern 😉 vollkommen zustimmen.
"Pretty head and color, nice neck, needs a little more forechest, nice depth of chest, beautiful front angles, needs a little more rear angulation, very pretty topline, rear movement a little close, front movement could not be judged due the dog looking at handler, nice profile, good bone."
Schade, dass Ty ausgerechnet beim Up and Down ständig zu mir guckte. Somit konnte die Richterin seine Vorhand nicht bewerten. Vielleicht war das das Zünglein an der Wage, aber ich denke eher, dass es an der fehlenden Vorbrust und Brustbreite liegt, was ihn besonders im Vergleich mit "erwachsenen Rüden" sehr schmal erscheinen lässt. Und das kommt mit Sicherheit noch. Ist halt noch ein Halbstarker 😎