DSV-Meisterschaft Obedience beim HSV Kückhoven mit Drover in der Klasse 2

Zum dritten Mal sind Drover und ich nun auf einer DSV-Meisterschaft angetreten. Und wie die ersten beiden Male kam ein SG dabei heraus 😉 Und doch war es diesmal anders. Zum ersten Mal hatte ich so richtig dieses Gefühl, auf einer Meisterschaft zu sein. Am Samstag ging es das erste Mal nach Kückhoven, um den Platz kennen zu lernen. Jeder Starter hatte exakt vier Minuten Zeit pro Ring. Das hat mich schon etwas unter Druck gesetzt. Drover war da sehr abgelenkt, hat aber alles gemacht. Bei der DisKo beispielsweise guckte er mich gar nicht an, sondern war völlig fasziniert vom Hund im Aufwärmring, hat aber trotzdem jede Position mitbekommen. Hmpf, lief trotzdem nicht so, wie ich es wollte. Nachdem wir beide Ringe also erkundet hatten und auch alle anderen anwesenden Starter von ihrem Recht Gebrauch gemacht hatten, ging es an die Verlosung der Startnummern. Hatten wir bisher auch noch nicht. Wir zogen den zweiten Start in Klasse 2. Aber auch der Richtungsapport und das Schnüffeln wurde gelost und bereits die Apporthölzer für den nächsten Tag ausgewählt. Somit war ich schon so richtig in Prüfungsstimmung, als es wieder nach Hause ging.
 
Die Nacht hab ich dann nicht geschlafen. Gar nicht. Und wenn ich nicht schlafe, schläft Drover auch nicht wirklich. Wir waren also ziemlich fertig, als es am Sonntag früh morgens Richtung Erkelenz ging. Ich war wirklich froh und dankbar, dass sowohl Jakob als auch Mama uns begleitet haben. Die Veranstaltung begann dann mit ein paar Reden und dem Einmarsch aller Teilnehmer. Dann standen die Gruppenübungen auf dem Plan. Drover saß da wie ein begossener Pudel, aber er saß und bewegte sich nicht. 10 Punkte.
 
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Jetzt hatten wir erst mal wieder viel Zeit und so sank mein Nervositätslevel wieder. Das Wetter wurde derweil immer ätzender. Sehr warm und drückend, extrem schwül. Das in Verbindung mit meinem Schlafmangel führte zu starken Kopfschmerzen, extremer Lustlosigkeit und schlechter Laune meinerseits und so kam die Frage auf, wieso man sich das eigentlich antut?! Weil es ja irgendwie doch immer wieder schön ist, an so einer Veranstaltung beteiligt zu sein. Wegen der vielen lieben Menschen, die man immer wieder auf den Turnieren trifft oder neu kennenlernt, wegen der tollen Läufe, die man zu sehen bekommt, und wegen der vielen Mühe, die einige Menschen in die sehr gelungene Organisation stecken und solche Tage immer wieder so einmalig werden lassen!

Das dämpft dann - zumindest im Nachhinein - auch die Unzufriedenheit, die man eventuell für die eigene Leistung verspürt. Womit wir beim sportlichen Teil angelangt wären 😀 Es hatte sich Samstag angedeutet und ich habe nichts anderes erwartet - ich kenne den Hasen schließlich in- und auswendig. Er lief voll auf Sparflamme. Er war sehr unaufmerksam, sehr guckig und diskutierte mit mir jede Grundstellung aus. Erklärungen findet man einige, wenn man sie denn sucht: Schlafmangel, Schwüle, starke Ablenkung durch die verschiedenen Ringe und das viele Drumherum und wohl am Wichtigsten ein komisches Frauchen. Super, was macht man jetzt mit diesen Erklärungen? Gar nichts. Ändert nämlich nichts und entschuldigt auch nichts. Es lief wie es lief und ich muss definitiv einen Weg finden, die Prüfungsmotivation wieder zu heben, so dass wir auch wieder besser mit solchen äußeren Bedingungen umgehen können.

Hier die Punkteübersicht:

1 Min Sitz Freifolge Steh u. Sitz a. d. Bew. Abrufen mit Steh "Box" Richtungs- apport Identifizieren Distanz- kontrolle Apport über die Hürde Gesamt- eindruck
10 9 7 0 9 8,5 10 6 9 10
x2 x3 x3 x4 x4 x3 x4 x4 x3 x2
20 27 21 0 36 25,5 40 24 27 20
Gesamt: 240,5/320 (SG - 3. Platz von 7 Startern)
 
Es war das erste Mal für uns, dass die Übungsreihenfolge anders war, und das fand ich grundsätzlich echt gut. Im ersten Ring ging es los mit den Positionen aus der Bewegung. Die Fußarbeit war so lala, das Steh toll und beim Sitz stand er wieder. Ein Fehler, denn er seit Monaten nicht mehr gemacht hat und der einfach darauf zurückzuführen ist, dass das hübsche Köpfchen nicht an war. Distanzkontrolle. OH GOTT. Seit der letzten Prüfung wurde nur noch geübt, beim Zurückkommen liegen zu bleiben. Das hat auch geklappt. Das war aber auch das Einzige 😀 Das erste Sitz nahm er erst beim dritten oder vierten Mal an, die Position war also weg. Für das zweite Sitz brauchte er auch ein Doppelkommando. Ich hatte echt die Hoffnung, dass die Übung diesmal besser läuft. Im Training macht er eine richtig tolle DisKo. Ich hab gedacht, da die Übung auf Prüfungen in der Regel so weit zum Schluss kommt, ist die Konzentration nicht mehr so da. Jetzt war sie aber die zweite Übung! Na ja, es war wohl trotzdem keine Konzentration da 😛 Wir hatten Glück und es gab noch 6 Punkte. Schnüffeln war dann wie aus dem Bilderbuch. Das hat Drover toll gemacht. Und die Box war auch gut.
 
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Dann ging es in den zweiten Ring. Dort begannen wir mit der Fußarbeit. Ich weiß nicht, was die Richterin da gesehen hat, dass sie uns 9 (!!!) Punkte gab. Es war die schlechteste Fußarbeit unserer gesamten Laufbahn. Drover war zeitweise so weit weg, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe. Gependelt ist er auch und Rückwärtsschritte waren eh wieder nichts. Da war ich echt enttäuscht, Punkte hin oder her... Gut, wenn ich mit im Nachhinein das Video ansehe, war er die ganze Zeit "bei mir". Einige Hunde sind bei dem Wetter gar nicht mehr mit gegangen. Aber für das, was Drover kann, war das trotzdem schlecht :/ Der Richtungsapport war schön und der Vorsitz sogar grade, allerdings war auch da die Fußarbeit zum Pylon nicht wirklich gut. Abrufen mit Steh - unsere Dauerbaustelle - gab diesmal eine Null. Drover bremste auf mein Kommando, tippel, tippel, tippel, tippel - ach dann komm ich doch mal angelaufen -.- Der Sprung über die Hürde am Ende war dann wieder in Ordnung, wenn auch das gesamte Tempo in der Prüfung verbesserungswürdig war. Aber seht selbst:
 
 

Nun gut, am Ende hatten es alle schwer und ich denke, dass haben auch die Richter mit in ihre Bewertung einfließen lassen. Ich hatte nämlich nicht nur bei uns den Eindruck, dass es da mal den ein oder anderen Punkt zuviel gab 😉 Mit Abstand betrachtet, war das vielleicht auch gar nicht so schlecht, wie es sich angefühlt hat und so werden wir nächsten Sonntag unser Glück noch ein letztes Mal in Klasse 2 beim Duell Deutschland gegen Niederlande versuchen. Ich war letzten Sonntag nämlich echt kurz davor, das abzumelden...

Durch die zwei Ringe dauerte es nach unserem Start gar nicht mehr so lange bis zur Siegerehrung. Die fand dann nach einem erneuten Einmarsch aller Teilnehmer auf dem Platz statt. Ty durfte mit einmarschieren, weil ich nicht wirklich damit gerechnet hatte, auf dem Treppchen zu stehen - die Punkte erfährt man ja auf der Meisterschaft vorher nicht. Das ganze Drum herum war dann echt schön und genauso gelungen, wie die gesamte Veranstaltung. Ein großes Kompliment an den HSV Kückhoven! Den schönene Einmarsch aller Starter zur Siegerehrung kann man sich nochmal auf diesem Video von Birgit Funk ansehen:

Und dann hat es uns doch getroffen! Drover und ich haben den dritten Platz in der Klasse 2 belegt. Nachdem ich Ty schnell meiner Ma in die Hand gedrückt habe, ging es dann doch noch auf's Treppchen 🙂 Herzlichen Glückwunsch noch einmal an alle anderen Teilnehmer und Platzierten! Es war nicht leicht, aber wir haben es geschafft 🙂 Ziel für's nächste Mal bleibt für uns also bestehen: Noch einmal ohne Null durch die Klasse 2 kommen!

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Vorvorletzter Start in Klasse 2 und mein erster Ringsteward-Einsatz beim HSSV Wesel

Erst mal zu Drover: Ich glaube wir sind zum ersten Mal n der Klasse 2 so früh fertig gewesen 😛 Da ich auch Ringsteward war, haben wir die Klasse 2 als Erstes gemacht, damit ich anschließend den Kopf frei hatte und Drover nach Hause konnte. Jakob war so lieb, ihn und Ty abzuholen, ich hätte ja gar keine Zeit für die Süßen gehabt...

Drover hat einen tollen Job gemacht. Er war sehr aufmerksam, IN den Übungen nicht so schnüffelig (dafür aber nach wie vor dazwischen -.-) und einfach schön bei der Sache. So hat er dann auch die meisten Übungen vorzüglich gearbeitet. Bei den Positionen aus der Bewegung stand er im Steh sehr schief, deshalb da ein halbes Pünktchen. Bei der Hürde, dem Richtungsapport und dem Schnüffeln schiefer Vorsitz und nicht so schöne Grundstellung, daher auch ein bisschen Abzug. Daran arbeiten wir jetzt noch mal vor der Verbandsmeisterschaft, da das in sooo vielen Übungen kostet :/ Er schlammt da aber auch extrem auf Prüfungen im Moment.

Besonder stolz war ich auf die Box. Da haben Drover und ich echt eine Odyssee hinter uns. Umso toller ist es, dass er da volle Punktzahl erreicht hat 🙂

Gar nicht zufrieden war ich mit den Rückwärtsschritten, der Distanzkontrolle und dem Abrufen mit Steh. Letzteres wird auch im Training immer schlechter, so dass ich jetzt doch wieder auf Wort- statt Sichtkommando umstelle. Rückwärtsschritte kann er im Training allerdings super. Und auch beim Einlaufen IM Ring konnte er sie noch. Aber er hat sie bisher auf KEINER Prüfung wirklich gezeigt. Ich versteh das einfach nicht 🙁
Die DisKo war eine Katastrophe. Bis dahin hat Drover ja wirklich toll gearbeitet, mal ein paar Patzer, aber was solls. Aber in der DisKo hatte er dann einen totalen Systemfehler. Er hat schon das Platz beim Weggehen nur mit Doppelkommando und dann völlig schief angenommen. Dann war er aber aufmerksam und schaute mich an. Und schaute. Und schaute. Und wusste leider ÜBERHAUPT nicht, was Steh, Sitz oder Platz bedeuten soll. Hat er ja noch NIE gehört Oo Er machte dann noch die Positionen. Aber er brauchte wahnsinnig viele Kommandos, war sehr langsam und kam mir dann auf dem Rückweg entgegen. Warum er die Positionen nicht konnte, ist mir bis jetzt ein Rätsel. Er war ja nicht abgelenkt und hat was verpasst, wie so was ja schon mal passiert... Aber das Entgegenkommen entwickelt sich scheinbar zum Problem. Hat er jetzt zum zweiten Mal auf einer Prüfung gemacht. Irgendwie hat er die Fehlverknüpfung, wenn ich zu ihm zurückkomme, ist die Übung beendet. Also noch was, was bis zur Verbandsmeisterschaft sitzen sollte 😀

Hier die Punkteübersicht:

1 Min Sitz Freifolge Steh u. Sitz a. d. Bew. Abrufen mit Steh "Box" Richtungs- apport Identifizieren Distanz- kontrolle Apport über die Hürde Gesamt- eindruck
10 8,5 9,5 6 10 9 9 0 9,5 10
x2 x3 x3 x4 x4 x3 x4 x4 x3 x2
20 25,5 28,5 24 40 27 36 0 28,5 20
Gesamt: 249,5/320 (SG - 1. Platz von 4 Startern)

Mit einer Null und einer Sechs beim Abrufen wurde es dann nichts mehr mit dem V, aber es haben nur 6,5 Pünktchen gefehlt 😉 Der Rest war nämlich echt okay und ich bin zufrieden mit unserer Leistung.

Hier das Video:

Mein erster Steward-Einsatz verlief dann auch einigermaßen reibungslos. Ich habe die Beginner gemacht, die wirklich insgesamt wahnsinnig nervös waren! In der ersten Gruppe hatte ich noch ein paar Patzer drin, dann lief es aber eigentlich ganz gut. Ich hoffe, beim nächsten Mal geht es dann ganz ohne Fehler 😀 Nach den neun Beginnern habe ich dann auch noch in der ganzen Klasse 1 Ringhelfer gemacht (13 Starter!), was dann doch insgesamt echt anstrengend war. Ich war dann froh, dass die Jungs Zuhause waren und ich mir nicht noch um die einen Kopf machen musste.

Jacks Kindergeburtstag

Ty mit 8 Monaten beim Obe-Training

Es war mal wieder höchste Zeit für ein Obe-Video von Ty. Wir haben versucht, mal alles einzufangen, was er schon so "kann". Danke Stefie fürs Filmen!!!

Bei der Fußarbeit liegt der Schwerpunkt wie man sieht nach wie vor auf der korrekten Position, die er schon sehr schön findet, so dass jetzt auch die ersten Schritte dazu kommen. Hier haben wir in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht, auch wenn Drover in dem Alter bei der Fußarbeit deutlich weiter war - aber das ist ja auch bis heute seine Lieblingsübung 😉

Die Box klappt auch schon ganz schön, auch aus verschiedenen Richtungen, aber ich muss ihm das Target am Anfang noch zeigen. Nicht schimm, das ist mal ne Übung, die der Drover in dem Alter noch nicht so gut drauf hatte 😉

Auch was die Positionswechsel angeht, ist Ty deutlich weiter. Im Gegensatz zu Drover habe ich mich bei ihm entschieden, Vorderhand fest zu arbeiten - man sucht sich ja neue Herausforderungen 😉 Nein, im Ernst: Ty hat das extrem angeboten, also warum nicht nutzen? Und wenn er das vernünftig lernt, sieht das mal gigantisch aus 🙂 Auf dem Video sind jetzt nur die Wechsel Steh - Sitz und Platz - Sitz, Steh - Platz üben wir aber natürlich auch schon. Ich achte allerdings darauf, das noch nicht durcheinander zu trainieren, um ihn nicht zu verwirren und somit fehlt letzterer Wechsel hier diesmal. Genau so wie der Vorsitz und der Pylon, was wir beides schon angefangen haben.

Apportieren nimmt endlich Gestalt an. Ich habe zwischenzeitlich gedacht, ich hab ihm das versaut... Ty hat von Anfang an total gerne apportiert und er schleppt auf Spaziergängen alles mit sich herum. Und auch das Apportel hat er am Anfang auf ganz große Entfernung gebracht. Die war so groß, damit er lernt, es in der Mitte zu halten, er packte nämlich immer die Seitenteile. Der Griff wurde super, aber er fing an, es immer weiter vor mir auszuspucken. Also fing das rumdoktorn an, ich wollte parallel nur das Halten clickern usw. Ende vom Lied war, dass Ty das Apportel GAR nicht mehr wollte. Selbst beim Werfen, was er vorher toll fand, rannte er nur hin, schaute und kam ohne Apportel zurück. Wenn ich in der Wohnung das Halten clickern wollte, ging er demonstrativ weg. ABER: Wie man sieht klappt es langsam wieder. Ich habe nun zweigleisig trainiert. Auf dem Video sieht man, dass am Apportel eine Leine befestigt ist, ursprünglich um es spannend zu machen, weil es sich zwischendurch mal "bewegt" hat, so dass Ty da auch wieder dran gegangen ist. So hat Drover das Apportieren übrigens auch gelernt, weil ER es von Anfang an blöd fand. Wie man sieht, findet Ty es NICHT blöd 😀 Im Gegenteil, er ist wieder richtig heiß auf's Apportieren 🙂 Mittlerweile nutze ich die Leine mehr, um Zug auf das Holz zu machen, damit er es fester hält und damit in meine Nähe kommt. Er lässt jetzt auch wirklich erst wieder los, wenn ich geclickt habe. Parallel dazu (Frauchen hat ja ne sadistische Ader), muss Ty vor jeder Mahlzeit das Apportel einmal in den Mund nehmen und kurz ruhig halten, erst dann wird sein Futter hingestellt. Anfangs waren die anderen schon fertig mit dem Fressen, bis Ty es eingesehen hat, jetzt nimt er es ohne murren, damit ich ihm endlich sein Fleisch hinstelle 😛

Da geht der Wahnsinn wieder los – Jacks BH

Acht Jahre ist es her, dass Mama das letzte Mal auf einer Hunde-Prüfung unterwegs war. Und damals lief sie mit Ombré, dem großen weißen Schäferhund, der nichts Schöneres kannte, als mit ihr zu arbeiten und alles für sie getan hätte. Nun, 8 Jahre später, startete sie mit einer deutlich kleineren, deutlich stureren und deutlich eigenwilligeren Variante 🙂 Lange Zeit sah es so aus, als würde Jack niemals das tun, was wir gerne von ihm wollten. Er hatte da so seine eigenen Vorstellungen und war sowieso nur dann bereit, eine Aufgabe zu verrichten, wenn es für ihn lohnenswert erschien. Aber Geduld zahlt sich eben doch manchmal aus und so hat es selbst dieser bockigste aller Hunde geschafft, seine Begleithundprüfung zu bestehen 🙂

Zugegebener Maßen ist die Arbeit noch sehr ausbaufähig. Ich finde es allerdings schon sehr beachtlich für einen jungen Hund, die gesamte Strecke Fußarbeit, die in einer BH Prüfung nicht grade kurz ist, seine Aufmerksamkeit beim Hundeführer zu lassen. Jack hat nicht ein Mal geschnüffelt, sich woanders hin orientiert oder ist gar weggegangen. Gut, dafür hatte er kreative Ideen, was die Position anbelangt: Da es einfach kein Lecker gab, versuchte er es auch mal kurz hinter dem Hundeführer mit Tendenz an die rechte Körperseite -.- Das hat er ja noch nie gemacht 😉 Ach ja, Grundstellungen sind übrigens auch völlig überbewertet. Sitz und Platz machte er gut, aber den Vorsitz hat er irgendwie vergessen. Die Ablage - Mamas Horrorübung und Jacks mitlerweile auch 🙁 hat er wirklich lange durchgehalten, aber kurz vorm Abruf des anderen Hundes war es einfach zu viel und er stand auf 🙁

Ich hatte während der Prüfung stark den Eindruck, dass Hund und Hundeführerin einfach noch sehr unsicher sind. Mama war hypernervös und ziemlich steif, Jack fängt grade an, toll mitzuarbeiten, ist aber noch nicht wirklich sicher in den Übungen. Zumal er auch arbeitsbedingt selten auf dem Hundeplatz trainieren kann. Sicherheit in den Übungen erlangen ist nun also der nächste Schritt und dann kommt der Feinschliff.

Am Ende des Tages zählt das Ergebnis, und das hieß "bestanden". Ich bin sehr stolz auf die beiden und freue mich, auf gemeinsame Obe-Turniere 🙂

Tys erste Ausstellung in Troisdorf

Ty hat seine erste Ausstellung erfolgreich hinter sich gebracht. Nachdem der kleine Springfloh nach der Badeaktion am Samstagabend nicht mehr allzu gut auf mich zu sprechen war, machten wir uns am Sonntag viiiiiel zu früh auf den Weg nach Troisdorf. Na ja, Frauchen ist ja selber Schuld 😀 Eigentlich wollte ich ja diesmal gar nicht fahren, aber einen Tag vor Meldeschluss konnte ich dann einfach nicht anders, weil Kathi, Martina und Stefie ja auch alle da sein würden 😛 Und so verbrachten wir dann auch einen wirklich schönen Tag auf der Show.

Ty war in der Jüngstenklasse natürlich recht früh dran und stand mit zwei älteren und deutlich weiteren Rüden im Ring. Das Stellen hat schon sehr gut geklappt und er blieb auch ausdauernd stehen (komisch, dass können meine Hunde 😀 ), beim Laufen war er ganz im Gegensatz zum Lauftraining sehr hüpfig. Und er guckte mich schlimmer an als Drover -.- Von daher find ich die Laufbilder auch nicht grad super. Er ist aber zur Zeit auch in einer Wachstumsphase, wo nicht alles so gut zusammen passt. Trotzdem fand die Richterin Satu Tanner ihn "very promising" 🙂 Er belegte den dritten Platz.

2014troisdorf3 2014troisdorf1 2014troisdorf2

Fotos von Katharina Klöster

Hier der Richterbericht:

"very nice type and size, head proportion needs to develop, nice topline, good angulations, chest deep enough, nice tail set, good nice long movement, but still rolling a bit, nice coat"

Schön fand ich jedenfalls, dass er so unheimlich freundlich war. Auch die Richterin musste erstmal ausgiebig begrüßt werden, wobei der ganze Hund am wackeln war 😀 Ich stehe nach wie vor dazu: Was soll der schönste Hund in der Zucht (und wir waren ja nun mal bei einer ZUCHTschau), wenn er sich nicht mal anfassen lässt (ob nun aus Angst oder Aggression). Das Wesen sollte da doch immer eine übergeordnete Rolle spielen und diesmal trafen wir auf eine Richterin, die dem endlich auch mal mehr Gewicht geschenkt hat. Bitte mehr davon!

Alle Jahre wieder: Spezialzuchtschau Troisdorf

Auch Drover wurde im Rahmen einer Kettenreaktion in Troisdorf wieder ausgestellt. Ich hab gedacht, wenn so viele Freunde und Bekannte da sind, könnte ich auch fahren und das Ty-lchen ausstellen. Und wenn ich dann eh schon da bin, nehm ich Drover doch auch gleich mit 😉

Wegen unserem großen Wetterglück und der guten und straffen Organisation der Veranstalter war es ein echt schöner Tag. Drover hat sich auch sehr gut geschlagen - im wahrsten Sinne des Wortes 😉 Er trat in der 11 Rüden starken Offenen Klasse an und sicherte sich wie immer ein solides SG. Da diese Richterin aber auch mit den Gs nicht geizte, sind wir total zufrieden.

2014-troisdorf2      2014-troisdorf1

Fotos von meiner persönlichen Troisdorf-Fotografin Katharina Klöster 😉

Drover hat sich richtig schön präsentiert, passte diesmal gar nicht und schaute fast nur nach vorn 🙂 Besonders toll fand ich, dass die Richterin jedem kurz ihre Beurteilung begründete. So erkärte sie mir, dass Drover ein sehr guter Rüde sei, sie aber bemängelte, dass sein Kopf maskuliner sein könnte (na das ist ja mal was Neues 😉 ). Sie beschrieb ihn mir noch einmal expliziert als "balanced mover", allerdings seien seine Schritte etwas zu kurz. Auch der Richterbericht liest sich sehr gut:

"Quite good type, good size, head more masculin, smaller ears, nice neck and topline, very nice bone, could be a bit more angulated in front, a bit deep croup, enough deep chest, balanced side movement, step could be longer, very nice coat colour, tailset a bit high"

An Tagen wie diesen

Die Zeit vergeht und Ty ist so langsam aber sicher nicht mehr aus unserem kleinen Rudel wegzudenken. Im Alltag ist er super brav, mittlerweile schläft er nicht mehr in der Box und auch wenn die Hunde mal alleine bleiben, darf er mit Indi und Drover die ganze Wohnung unsicher machen 😉 Bis auf meine neuen Hundeplatzschuhe sind ihm nur ein paar alte Hundehandtücher zum Opfer gefallen. Stubenrein ist er auch, es sei denn, er freut sich mal ein wenig zu viel oder wird böse zurecht gewiesen, dann ist er doch "nah am Wasser gebaut". Für mich ist es schon eine Umstellung mit dem kleinen Sensibelchen. Drover kann man richtig zusammenstauchen, wenn er Blödsinn macht, das nimmt er einem gar nicht übel. Einmal abschütteln, gut gewesen. Bei Ty dagegen reicht ein lautes Wort. Mir kommt ja eher Variante Drover entgegen 😀

Tys Liebe zu Menschen ist ungebrochen. Manchmal frage ich mich, ob da wohl ein kleiner Springer eingekreuzt wurde, aber irgendwie kenn ich das ja von den Wildsongs 😉 Küsschen ins Gesicht sind am Allertollsten. Einfach ein super freundlicher "kleiner" Hund. Unsicherheiten in manchen Situationen gibt es nach wie vor, aber er ist dabei gut führbar und fängt sich in der Regel schnell. Das Anwuffen von großen fremden Hunden ist auch besser geworden. Er macht sich zwar groß, wenn wir dran vorbei laufen, aber das Knurren und Bellen haben wir schon mal abgewöhnt. Er reagiert so auch nur angeleint bei einzelnen Hunden, wenn er frei ist, wird getobt und auf Veranstaltungen mit vielen Hunden, ist er an denen gar nicht interessiert.

Ty hat Drover und mich nun schon zu Turnieren, Trials und einem Seminar begleitet. Er ist dabei einfach immer total pflegeleicht, macht keinen Blödsinn im Auto, liegt brav unterm Tisch und macht zwischendurch ein paar Übungen. Beim ASCA Trial in Niederkrüchten vergangenes Wochenende hat er zum ersten Mal auswärts übernachtet (Danke Julia und ihrer Familie für die Gastfreundschaft!). Er hat sich neben meinem Bett zusammengerollt und die ganze Nacht durchgeschlafen, selbst als Drover nachts ins Bett gehüpft kam so nach dem Motto "Frauchen, ey wo sind wir hier?". Allerdings war er auch einfach k.o., denn er hat drei Tage quasi nur getobt. Soooo viele nette Aussies, die nur da waren, um ihn zu bespaßen 😀 Besonders hat es ihm dabei seine Halbschwester Key angetan. Ich glaube wenn es nach Ty ginge, könnte jeder Tag so aussehen 🙂

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Ty und Drover beim Spaziergang am Sonntag nach dem Trial mit unseren Gastgeberhunden Zoey und Patch
 

Das Training geht ganz gut voran. Meine Lieblingsübung, die Fußarbeit, ist bei ihm allerdings noch nicht so ganz auf Gegenliebe gestoßen. Wir haben mit Topf-Training für die Hinterhandarbeit angefangen und das macht er sehr schön, aber ein paar Schritte laufen geht noch nicht. Wahrscheinlich üben wir das zu wenig 😉 Er ist da aber auch einfach anders als Drover, der mir die Fußarbeit schon als Welpe ständig beim Gassi angeboten hat. Ty liebt dafür andere Übungen. Er schleppt alles durch die Gegend, was er bekommen kann und nimmt sogar schon das Metallapportel (Drover, guck dir das gut an!!!) Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis er verstanden hat, WIE man so ein Apportel halten muss Oo Jetzt fangen wir langsam damit an, dass die kleine Eule das Apportel auch bis zu Frauchen bringt, bzw. es auch festhalten kann, wenn man damit keinen Spaß macht und durch die Gegend rennt. Ansonsten üben wir schon alle drei Positionen für die Distanzkontrolle, was er schon echt schön macht, und die Box. Demnächst gibt es vielleicht mal wieder ein Video.

ASVA Spring Fling Event in Niederkrüchten

Ein langes Wochnende beim ASVA liegt hinter uns. Drei Tage ASCA Obe und Rally mit Drover. Und Ty hat uns wieder als moralische Unterstützung begleitet 🙂 Er hatte an diesem Wochenende einfach nur Spaß und war voll in seinem Element. Soooo viele nette Aussies, die mit ihm gespielt haben, Menschen, die ihn geknuddelt haben, und ständig gabs irgendwelche Leckereien... Wir waren echt mit einer netten Truppe und tollen Hunden zusammen (darunter ein paar Wildsongs 😉 ) und konnten immerhin ein paar Erfolge feiern.
 
Wie man der Übersicht unschwer entnehmen kann, lief es jedoch für Drover und mich im Obe mal wieder nicht wirklich rund. Das heißt, eigentlich war ich sehr zufrieden mit Drover. Er wurde von Tag zu Tag besser, obwohl es wirklich lange und anstrengende Tage waren. So war er Montag sowohl im Obe als auch im Rally einfach nur noch genial. Die Obe Einzelübungen waren alle drei Tage schön, so HÄTTEN wir Samstag 193, Sonntag 193,5 und Montag 198 (!!!) Punkte gehabt. HÄTTEN. Denn leider war Drover alle drei Tage! der Meinung, dass Sitzen ja doch irgendwie anstrengend ist, vor allem wenn die Alte einfach für drei Minuten abhaut. Und so ließ er sich jedes Mal in ein bequemes Platz sinken 🙁 🙁 🙁
 
Mittlerweile bin ich schon gar nicht mehr traurig, sondern nur noch angenervt. Nun, wo der Weitsprung klappt, war ich davon ausgegangen, dass es endlich was wird mit den Legs. Das Sitz hatte ich bis zu diesem Wochenende nie als Problemübung gesehen. Das Hinlegen in Rheinbach hielt ich für einen Ausrutscher, da er das im Training nicht macht. Vor zwei Wochen sind im Training drei Hunde aufgestanden und haben fangen gespielt, während ich im Versteck war, Drover saß bombenfest. Bei der letzten Prüfung in Borken wurde Drover von einer Mali-Hündin massiv bedrängt (zugegebener Maßen in Sicht) und blieb sitzen, bis sie versuchte aufzureiten. Also Sitzen kann der Hund, wenn die Welt neben ihm untergeht. Er würde nie aufstehen und zu mir kommen... Und das scheint genau unser Problem zu sein: Der Hund ist ZU gechillt. Ihm fehlt da eine gewisse Spannung. DAS habe ich aus diesem Wochenende mitgenommen und nun wird dieser Hund Sitzen üben, bis sein felliger Popo weh tut... Alles andere kann er ja... Zum Beweis das Video von Montag, dem schönsten unserer Wochenend-Obe-Läufe:
 

Im Rally lief es insgesamt zufriedenstellend. Am Samstag holten wir mit 189 Punkten und unserem schlechtesten Rally Lauf ever unser 2. Leg für den RE Titel. Mein armer Hund konnte da nichts für, ich hab vor unserem Lauf am Telefon eine sehr schlechte Nachricht bekommen und war völlig unkonzentriert. Ich konnte mir den Parcours schon nicht merken und war einfach durch den Wind. Dafür hat Drover noch brav mitgearbeitet. Aber es hat uns eben den REX Titel gekostet. Sonntag haben wir dann nämlich mit 197 unseren RE Titel gefinished.

Jetzt stand ich vor der Entscheidung, am Montag noch ein Leg für den REX zu holen oder in die nächste Klasse zu gehen. Da ich vorhabe, nach Masters die kombinierten Läufe zu machen um den REM(X) Titel zu holen, habe ich dabei noch die Möglichkeit, das fehlende X-Leg nachzumachen. Also wäre es pure Geldverschwendung gewesen, nochmal in Excellent zu starten. So ging es also Montag in die Masters-Klasse 🙂 Und wie schon bei unseren ersten Novice und Excellent Starts zeigte sich wieder, dass er wirklich am besten ist, wenn man völlig verpeilt in so eine Prüfung geht.... Ich hab mir vorher nie die Masters-Schilder angeguckt und hab dann am Samstag festgestellt, dass es dabei Übungen gibt, die wir noch nie gemacht haben. Sonntag beim Gassi haben wir das dann mal probiert und natürlich machte mein braver Hund wieder alles, was ich von ihm wollte. Und das hat er dann auch am Montag gezeigt. Wir waren die Einzigen in der Masters A Klasse, vor uns in B waren die meisten Starts in einem Punktebereich von 170-190, also bei weitem nicht so hoch wie sonst oft. Ich ging mit relativ geringen Erwartungen an den Start, aber Drover war einfach nicht zu bremsen! Perfekter Lauf - perfect score - 200 Punkte - als einzige Starter in der Klasse natürlich 1. Platz in Masters A aber auch insgesamt High in Trial!!! So brav gemacht Drover! Blöd war nur, dass wir damit ausgerechnet am letzten Tag bis ganz zum Schluss da bleiben mussten, wo ich doch so gern eher nach Hause gekommen wäre...

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Drover mit seinen Rally-Schleifen - als es die HIT-Schleife gab, stand das chice Podest leider nicht mehr 🙁

 

Hier dann noch das Video von unserem ersten Masters Start am Montag:

Danke an Johanna, Katharina und Silke fürs Filmen an den drei Tagen (und ich habe glaube ich noch jemanden vergessen...)