Drover 2.0

Ich habe ja schon angekündigt, dass es noch einen Bericht über mein Quinnsel-Tier geben wird - hier ist er  😆 Denn Quinn hat sich noch einen weiteren neuen Spitznamen erarbeitet. Sie ist mein Mini-Drover in weiblich, Drover 2.0 eben. Ich habe mal versucht eine Liste zu machen, aber wahrscheinlich habe ich noch 1000 Punkte vergessen, in denen die beiden einfach gleich sind.

 

  • Nur süß sein: Ins Bett springen und den ganzen Platz für sich beanspruchen, sobald die Schlafzimmertür aufgeht. Dabei so süß gucken, dass man nur ein wenig Platz für die Menschen machen muss, aber ansonsten liegen bleiben darf.
  • Geräusche: Immer. Beim Strecken, beim Schlafen, einfach so aus Langeweile. (Jakob behauptet, Quinn und ich machen die gleichen Unmutsgeräusche?! Kann nicht sein!)
  • Sturheit: Erst mal alles aussitzen. Muss Frauchen erstmal beweisen, dass sie den längeren Atem hat!
  • Spielweise: Ein gutes Spiel ohne Bodycheck? Ohne das einer durch die Gegend kugelt? Ohne gebrochene Rippen? Gibt's nicht!
  • Privatssphäre: Für sein großes Geschäft kann man auch ruhig ein paar 100 Meter vorlaufen. Am besten hinter einen Busch oder so. Wo man nicht gestört wird!
  • Interesse an Viehzeugs: Egal ob die Kühe auf der Nachbarswiese oder das Kaninchen auf dem Spaziergang. Wenn man dürfte, würde man da mal gerne hallo sagen! Aber gut, weil Frauchen es will, kann man sich beherrschen.

 

Tja. Ich habe wohl einen Hang zu einem bestimmten Typ Hund 😆 Extrovertiert, selbstbewusst, stur, aber auch gleichzeitig so nett, süß, lustig und der beste Kumpel überhaupt 🙂 Aber ich denke zwei von der Sorte reichen und ich bin immer wieder unheimlich dankbar für mein liebes, weiches, so unheimlich braves Super-Ty-lchen, das ich manchmal vor den beiden Proleten beschützen muss, damit er nicht von beiden Seiten den Bodycheck bekommt  🙄


Ty, Drover und Quinn. Bild von April. Sie ist jetzt schon deutlich größer 😉 

Obe, Obe, Obe

Der letzte Monat stand ganz im Zeichen des Obedience. Angefangen mit der Verbandsmeisterschaft, über die ich ja schon hier berichtet habe, über die Obedience Weltmeisterschaft in Ermelo, ein tolles Seminar bei Shauna Wenzel bis hin zu einem neuen Titel, auf den ich so sehr hingearbeitet habe... Aber alles der Reihe nach 🙂

In diesem Jahr fand die Obe WM in den Niederlanden nur gute andertahlb Stunden entfernt von uns statt und so fuhren wir mit einem kleinen obebegeisterten Trüppchen an dem Samstag zum Zuschauen hin. Leider haben wir unsere DSV Starterin Regina verpasst, da sie und 2 andere Starter des deutschen Teams schon am Freitag dran waren, aber da musste ich leider noch ein bisschen Geld verdienen 😆

Wir konnten jedoch die 3 anderen deutschen Teams bewundern, darunter Susanne Metzmacher, die mit ihrem Goldie, einem richtigen Exoten unter all den Bordern, den 4. Platz erreichen konnte! Es war eine HAMMERMÄßIGE Vorstellung. Auch die alte und neue Weltmeisterin sahen wir laufen und das war einfach Perfektion pur. Aber fairer Weise muss man sagen, dass alle Teams unglaublich toll waren. Allein die Qualifikation für diese Veranstaltung ist eine riesen Leistung. Und ich habe wirklich hauptsächlich sehr freudig arbeitende Teams gesehen. Besonders sind mir die Japaner mit ihren Labbis in Erinnerung geblieben, die sich so gefreut haben, dabei zu sein. Und auch ein Spanier, der sich selbst und seinen Hund vor dem eigenen Start anfeuerte, war einfach großartig. Solche Teams bleiben in Erinnerung. Hundeführer in Harmonie mit ihren Hunden, Menschen, die sich über tolle Leistungen ihrer Vierbeiner freuen und nicht sauer über die verpatzten Übungen sind. Das sind großartige Sportler!

Trotzdem, sehr sehr schade waren die Punkte. Seit Jahren immer wieder Thema und diesmal habe ich es hautnah miterlebt. So viele Teams zeigten PERFEKTE Übungen. Wirklich perfekt. Und dann gibt es 7 oder 8 Punkte dafür und man fragt sich nur: Was hätten sie besser machen sollen? Ist die 10 auf einer WM verboten? Haben die Richter sie zu Hause vergessen? Nein das kann nicht sein, denn ganz gaaaaanz selten wurde sie ja doch mal hochgehalten. Ich (und das mag meine ganz persönliche Meinung sein) finde, gerade auf einer WM sollte man die 10 VIEL VIEL öfter sehen. Denn wenn diese Teams, die besten weltweit, sie nicht verdient haben, wer dann? Und eine perfekte Übung ist eine perfekte Übung, egal ob sie auf einem Vereinsturnier oder auf einer WM gezeigt wird. Die PO ist die gleiche und vielleicht sollte so manch ein Richter nicht ständig versuchen, ein noch so kleines Haar in der Suppe zu finden. Damit meine ich nicht, dass sie ein Auge zudrücken sollen, auf einer WM natürlich sowieso nicht, aber wenn eine Übung nach PO korrekt gezeigt wurde, warum wird dann trotzdem der obligatorische WM-Punkt (oder gleich 2 oder 3) gezogen? Das wird mir niemals in den Kopf gehen und ich finde das Bild, was damit nach außen vermittelt wird, auch verheerend! Wollen wir nur Teams haben, die wie Maschinen arbeiten? Alle gleich, keine Individualität? Ist das das Obedience, was die FCI haben will? DANN wundert mich nicht, dass der Sport so an Sportlern verliert und man kaum noch ein Turnier voll bekommt. Dass so viele den Sport an den Nagel hängen und auch Richter keine Freude mehr daran haben und aufhören, wenn sie SO bewerten sollen. Diese Entwicklung ist nur schade...

Na ja. Da ich nicht vor habe, jemals auf diesem Niveau zu starten sondern schon sehr zufrieden bin mit dem, wo wir so sind, lasse ich mir den Spaß am Obe nicht verderben. Nicht falsch verstehen: Ich MAG das korrekte Arbeiten, das Streben nach Perfektion. Ich LIEBE es, kommt wohl dem kleinen Pedanten in mir entgegen 😆 Aber irgendwann muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Zum Glück gibt es aber bei mir und meinen Hunden noch viel, was wir verfeinern und perfektionieren können und so ging es für Ty und mich am 30. Juni zum Obe-Seminar mit Shaune Wenzel. Bereits das letzte Seminar bei ihr war so großartig und hat mich extrem weiter gebracht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich zu diesem Seminarplatz kam, wie die Jungfrau zum Kinde (Kristiane, vielen vielen Dank nochmal!!!). Auch dieses mal habe ich sehr viel mitgenommen. Nicht nur durch die aktiven Phasen mit Ty, sondern auch die Auffrischung der Theorie und das Zuschauen bei den anderen Teilnehmern war sehr inspirierend. So habe ich seitenweise mitgeschrieben und für jeden meiner drei Hunde noch während des Seminars Stichpunkte erstellt, was wir in der nächsten Zeit angehen werden. Und wir sind schon fleißig dabei.

Bei Ty ist es vor allem der Feinschliff. Position bei der Fußarbeit, saubere Grundstellung und Vorsitz. Und natürlich OVERTRAINING. Das war auch noch mal sehr wichtig für mich, da wir das im Training schon viel machen, Ty aber oft völlig überfordert damit ist. Ja jetzt weiß ich auch, warum: Ich hab viel zu viel von ihm verlangt und muss es viel kleinschrittiger angehen, damit er an seinen Erfolgserlebnissen wachsen kann...

Bei Drover werde ich nicht mehr viel umstellen. Er beherrscht eigentlich alles so, wie ich es mir von ihm wünsche. Mein Trainingsweltmeister 🙄 Er müsste es nur mal gesammelt so zeigen 😆 Die größte Umstellung da wird sein, dass ich versuche, ein Platz mit Kopf ablegen aufzubauen. Ist einen Versuch wert, das Schnüffeln auf Turnieren in den Griff zu bekommen. Und ein paar neue Herausforderungen braucht der Hase ja auch.

Ja und die kleine Quinn ist schon auf einem sehr guten Weg. Die Wiederholung der Basics hat sehr gut getan, mir aber auch gezeigt, dass ich mit der kleinen Motte auf dem richtigen Weg bin. Trotzdem werden auch hier manche Dinge verfeinert und auch für den Aufbau einiger Übungsteile habe ich tolle neue Ideen gesammelt.

Alles in allem war es einfach ein großartiges Seminar, dass ich jedem nur empfehlen kann. Shauna ist mit so viel Begeisterung für den Sport dabei und immer fair den Hunden gegenüber. Dafür muss der Hundeführer sich manchmal auch was anhören 😆 Aber genau deshalb geh ich ja zu einem Seminar! Im November werde ich zu einem Vortrag von ihr zum Thema "Competition-Training" gehen und kann es kaum erwarten.

Jaaaa, und dann zur letzten Neuigkeit zum Thema Obe: Das Ty-lchen hat mittlerweile so viele Vs in der Klasse 3 gesammelt, dass er sich nun Deutscher Obedience Champion (VDH) nennen darf!!! Ich bin so stolz auf diesen Hund! Sein vollständiger Name lautet nun:

Deutscher Obedience Champion (VDH) Wildsong's Overnight Express CHR CHR I CHR II VT AD BH OB O1 O2 O3 RO-B RO-1 RO-2 ASCA ODX RMX DNA-VP

Wird was lang zum rufen 😆 


Die Fotos sind von der Verbandsmeisterschaft 2018 und wurden von Verena Kemper gemacht. Vielen Dank dafür!

Ein ganzes halbes Jahr…

... ist meine kleine Quinn nun schon alt! Die Zeit verging wirklich schnell, wenn man bedenkt, wie unendlich lange ich auf sie warten musste 🙄 

Ich kann sagen, dass ich genau den Hund bekommen habe, den ich mir gewünscht habe, wie auch schon bei den beiden Jungs zuvor. Meine kleine Mini-Limit. Und da muss ich meinen beiden Züchterinnen Silvia Heitmann und Martina Stöcker ein ganz ganz großes Kompliment machen: Ihr habt so unglaublich tolle Hunde gezüchtet. Optisch wunderschön, ganz tolle Sporthunde und charakterlich einfach die allerbesten, unkompliziertesten Hunde überhaupt. Wenn ich bedenke, was die drei schon alles so mitgemacht haben, ohne dass ich mir irgendeinen Kopf machen musste. Fremde Hunde, Hundemassen mit über 20 Hunden, Rüden, Hündinnen, alt, jung, egal - es klappt einfach.

Natürlich hat jeder seine Macken (von Quinns berichtete ich ja bereits ausgiebig 😆 ), aber die haben wir Menschen doch auch. Jeder meiner Hunde ist einzigartig und das ist auch sehr gut so. Wobei Quinn und Drover sich in viiiiiieeeelen Dingen schon sehr ähneln, aber dazu schreibe ich später noch mal was.

Im Moment bin ich einfach sehr begeistert von ihrer Entwicklung. Es scheint als hätte ich den sturen Esel bezwungen. Ansagen kommen an, sie kommt zu mir, auch wenn sie es eigentlich gar nicht will (zum Beispiel weil man lieber dem Kaninchen hinterher würde oder weil man den Hund am Zaun anbellen könnte oder weil man irgendetwas Verbotenes fressen könnte). Ja sie hat viel Mist im Kopf, aber sie lässt sich von mir kontrollieren und stoppen. Und ich muss sagen, dass ich schon ein großes Vertrauen zu ihr aufgebaut habe, weil ich genau weiß, was sie schon kann und wo ich noch mehr den Daumen drauf haben muss. So geht sie mittlerweile wie die Großen ohne Leine in der Freifolge an anderen Hunden vorbei. Ich weiß, wann das klappt, wann ich einen kleinen Bogen laufen muss und wann ich SIE doch anleinen muss.  Und bisher hat sie mich nie enttäuscht. Sie weiß, was ich erlaube und was nicht und genießt in diesem Rahmen sehr viele Freiheiten. Aber eben nur, weil ich mich darauf verlassen kann, dass ich es jeder Zeit abbrechen kann und sie unter Kontrolle habe. Das gilt natürlich auch für die Großen, aber wenn ich mir bewusst mache, dass Quinn erst 6 Monate alt ist, finde ich es wahnsinnig toll, wie viel Freiheit ich ihr schon geben kann.

Gestern haben wir uns mit Quinns Züchterin und ihrem Rudel getroffen. Quinn hat bei dem Trubel viel besser zugehört, als beim Nachzuchttreffen Anfang Juni. Wir waren mit 10 Hunden unterwegs und Quinn ließ sich super abrufen und vor allem stoppen, wenn sie es doch zu wild trieb. Sie hing die ganze Zeit mit ihrem Bruder Smoke zusammen. Die beiden haben so schön miteinander gespielt. Sehr harmonisch und ausgeglichen. Quinn hätte ihn wohl gerne hier behalten 😆

 
Quinn und Brüderchen Smoke. Den gleichen Blick haben sie schon raus. Man achte auf die Zunge 😆 

Die erste Hürde ist übrigens genommen: Quinn ist vollzahnig 🙂 Somit konnte sie pünktlich vor unserem Urlaub geimpft werden. Ich kam in der letzten Zeit nicht dazu, neue Trainingsvideos zu machen, aber das werde ich nach unserem Urlaub definitiv nachholen. Und ich denke da wird es auch eine große Bilderflut geben 😀 Hier erst mal noch ein paar aktuelle Fotos von der kleinen Biene: 

     

Verbandsmeisterschaft 2018

Endlich komme ich dazu einen Bericht über die diesjährige DSV-Meisterschaft Obedience am 17. Juni beim HSV Angerland zu schreiben. Ty und ich haben uns wieder für die Teilnahme in der Klasse 3 qualifiziert. Drover hatte nur eine Quali, allerdings hatte ich mich ja bewusst dafür entschieden, mit ihm dieses Jahr weniger zu starten, was ja sehr gut funktioniert hat 🙂

Am Samstag beim Probetraining ging so ziemlich alles schief, was ja im Volksglauben als gutes Omen gilt 😆 Gelost werden musste nicht, da wir leider nur mit 13 Teams insgesamt am Start waren und zwei Doppelstarter dabei waren, so das die Reihenfolge gesetzt war. Und so gingen wir am Samstag mit der Startnummer 3 an den Start und waren so schnell fertig wie lange nicht mehr 🙂 

Ty war wieder soooo toll. Wir kamen endlich ohne 0 durchs Turnier, auch wenn Ty die Box erst nicht erreicht hat. Ich konnte ihn zum ersten Mal überhaupt korrigieren und so bekamen wir immerhin noch 6 Punkte. Ansonsten kann ICH wirklich nur über Kleinigkeiten meckern, ich war super zufrieden mit dem Ty-lchen. Der Richter hat (meisterschaftsgerecht) recht streng gerichtet, so dass wir einige Pünktchen für Unsauberheiten (bei Ty wie bei mir 😆 ) verloren haben. Aber was auch passiert, die Distanzkontrolle sitzt 😆 

Hier die Punkte:

2 Min Sitz 1 Min
Platz mit Abrufen
Freifolge Positionen a. d. Bew. Abrufen mit Steh und Platz Box Richtungs- apport Pylon, Apport und Sprung Identifizieren Distanz- kontrolle
10 8,5 8 9 7,5 6 8,5 7,5 8,5 10
x2 x2 x3 x3 x4 x4 x3 x4 x3 x4
20 17 24 27 30 24 25,5 30 25,5 40

Gesamt: 263/320 Punkte (V - 3. Platz von 5)

Ty und ich wurden damit dritter, nur geschlagen von Heike mit ihren Goldies. Damit haben wir uns direkt für die dhv Meisterschaft in Bremen dieses Jahr qualifiziert und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Teinahme!


(Foto von Verena Kemper)

Es war ein richtig schöner Tag beim HSV Angerland. Die Gastgeber waren super nett,  das Essen war gut, die Organisation und der Zeitplan stimmten. Besonders haben mir die beiden Stewards gefallen, die sich die Klasse 3 geteilt haben, so dass man keine Wartezeiten hatte und den Stewardwechsel gar nicht richtig bemerkte.

Anbei noch das Video, diesmal sogar mit Richterbeurteilung. Jetzt müssen wir bis zur DM noch ein bisschen an den Details arbeiten 🙂

Vagabunden-Treffen

Am Fronleichnam Wochenende fand ein großes Nachzucht-Treffen von Quinns Züchterin statt. Am Samstag waren auch Jakob und ich mit den drei Hunden dabei. Es war einfach schön. Fast 30 Hunde aus 5 Würfen plus weiterer hündischer Anhang auf einem Haufen und keine einzige Streiterei. Wir gingen zusammen am Rhein spazieren und die Vierbeiner durften sich bei den heißen Temperaturen natürlich auch im Wasser abkühlen. Quinn hat das schon echt gut gemacht und sie konnte immerhin unangeleint mit mir an den abliegenden Hunden vorbei gehen. Nur beim Spaziegang war es dann doch zu viel Bewegung und es fiel ihr sehr schwer, den Kopf nicht völlig auf Durchzug zu stellen und mobbend durch die Menge zu rasen 🙄 Aber wir haben uns ganz gut geschlagen 😆 

Außerdem habe ich eine kleine Foto-Session für alle Interessierten angeboten und es sind noch ein paar Familienfotos entstanden:

 
Quinn mit ihrer Mama Limit / Quinn mit ihren Geschwistern und ihrer Mama: Quinn, Smoke, Limit, Dark, Easy, Elvis


Drover mit seiner Mama Reason (vorne liegend) und seinen Geschwistern aus 3 Würfen (hinten sitzend)
Wildsong's H-Wurf: Drover, Juna, Peach, Taylor
Dear Vagabond's A-Wurf: Flash, Angie
Dear Vagabond's C-Wurf: Davy, Pivo, Sami, Pepper

Ty war natürlich auch mit dabei, aber von ihm war keine engerer Verwandtschaft anwesend 😆

Abschließend wurde dann noch für die Zweibeiner gegrillt und wir haben uns sehr nett unterhalten. Wir freuen uns schon auf das Treffen im nächsten Jahr!

Obedience Turnier beim HSV Kückhoven

Wir waren am Sonntag bei brütender Hitze beim Obedience Turnier des HSV Kückhoven zu Gast. Für Drover war es das erste Obe Turnier seit der Verbandsmeisterschaft 2017, die 11 Monate her ist. Ich habe gehofft, dass ihm die Pause gut tut und war trotzdem etwas nervös. Daher bat ich auch darum, zuerst mit Ty starten zu dürfen, weil ich mir da einfach sicher bin, dass er alles gibt und dann mit diesem positiven Gefühl mit Drover in die Prüfung gehen kann. Was soll ich sagen: Die Rechnung ging auf 🙂

Schon bei den Gruppen war es unglaublich warm, aber beide Jungs blieben super sitzen, auch wenn Drovers vollkommen genervter Blick Bände sprach  😆 So war er dann auch der Meinung, wenn ich Sitz wollte, könne ich Sitz haben und brauchte zum Hinlegen ein deutliches Doppelkommando. Auch Ty war beim zweiten Teil der Gruppe leicht verwirrt: Auf mein TyHier rannte er bei Ty los und hielt bei Hier wieder an, etwas unsicher, was ich nun wollte und kam dann aber ohne weiteres Kommando. Somit blieb für beide Jungs nach der Gruppe 10 und 8.

Irgendwann nach der Mittagspause kamen dann Tys Einzelübungen dran. Und er war wieder sooo toll. Total bei der Sache, auf den Punkt, die Hitze und das einsetzende Donnergrollen interessierten ihn nicht. Wir starteten mit der Fußarbeit. Eine richtig schöne Arbeit, diesmal keine zögernden Grundstellungen - bis auf die letzte 🙄  Diese kostete uns dann die 10 in der Fußarbeit, aber es gab immerhin noch geile 9,5 Punkte!!! Als nächstes kam die Box dran und leider fand Ty den Kreis nicht, bzw. rannte ganz rechts durch und ich bekam ihn nicht genau an der Kante gestoppt, so dass er dann außerhalb stand. Ich war mir nicht sicher, ob ich das korrigieren darf (gut, wenn nicht wäre es ja eh ne 0 gewesen), aber ich wusste auch nicht, wie ich es korrigieren soll. Wenn mein kleiner Autist einmal in der Übung ist, kann man ihn nicht aus dem Ablauf bringen 😆 Da er dann beim Weiterschicken aber auch die Box nicht fand 🙄 war die Übung so oder so 0. Das beschäftigte mich dann wohl noch in der nächsten Übung, dem Blitz, denn da war ICH einfach unkonzenzriert und habe so einen dämlichen Fehler gemacht, der wirklich das Einzige ist, worüber ich mich bei unserer Prüfung geärgert habe: Ich habe die 2. Position einfach verpennt und das Kommando dann total doof und zu spät gegeben, wodurch Ty überhaupt nicht wusste, was ich wollte und die Position dann falsch war. Ärgerlich... Danach lief es aber echt wie am Schnürchen und die Punkte können sich ganz schön sehen lassen:

2 Min Sitz 1 Min
Platz mit Abrufen
Freifolge Positionen a. d. Bew. Abrufen mit Steh und Platz Box Richtungs- apport Pylon, Apport und Sprung Identifizieren Distanz- kontrolle
10 8 9,5 7 9,5 0 10 10 9,5 10
x2 x2 x3 x3 x4 x4 x3 x4 x3 x4
20 16 28,5 21 38 0 30 40 28,5 40

Gesamt: 262/320 Punkte (V - 3. Platz von 5)

Somit erliefen wir trotz der teuren 0 in der Box noch ein V! Soviele 10er (und 9,5er) hatten wir noch nie. Besonders gefreut habe ich mich aber über die viel besseren Vorsitze, da haben wir nämlich echt dran geübt! Und auch die 9,5 im Suchen war erleichternd, da das seit der letzten 0 auf dem Turnier in Marl auch im Training nicht mehr so zuverlässig klappte. Da werden wir auch sicherlich noch weiter dran arbeiten müssen.

Hier noch das Video zu Tys toller Arbeit:

Damit hat Ty die nötigen Qualis für die Verbandsmeisterschf im Juni UUUUUND die Qualis für einen besonderen Titel: den Deutschen Obedience Champion VDH! Da werde ich nun mal den Antrag fertig machen.

Ich war sooo happy, als ich vom Platz kam und hatte gar keine Zeit mehr, vor Drovers Start nochmal nervös zu werden, und so ging ich total motiviert und glücklich mit Drover an den Start. Und genau das spiegelte mir mein Hase

Wir begannen mit der Fußarbeit, Drovers Parade-Disziplin, und so konnte er Ty da sogar schlagen und bekam eine volle 10! Soooo genial! Diesmal sogar wieder schöne Rückwärtsschritte. Weiter ging es mit der Box: Drover fand zum Glück sowohl den Kreis als auch die Box. Beim Reinlaufen war die Nase kurz unten, aber während ich auf ihn zulief, schnüffelte er gar nicht. Als nächstes war der Blitz an dern Reihe. Diesmal machte ich keinen Fehler, dafür aber Drover, der lieber stand als saß, womit auch er eine Position weg hatte 😐 Die Distanzkontrolle war die einzige Übung, in der Drover so massiv schnüffelte, wie er es auf Prüfungen oft zeigt. Trotzdem bekam er den ersten Wechsel mit und zeigte alle Positionen korrekt und für seine Verhältnisse recht sauber. Beim Suchen jagte er mir kurz einen Schrecken ein, da er das erste Hölzchen direkt aufnahm, aber es war auch das Richtige 😆 Eigentlich hätte mich auch alles andere überrascht, da er beim Suchen sehr sicher ist.

Ja und dann fingen wir an, Punkte zu lassen. Aber nicht weil die Motivation nachließ. Die Übungen sahen toll aus, aber Drover hat einfach teure Böcke geschossen 😆 Beim Richtungsapport lief er nicht zum Kegel los, sondern wollte nochmal in den Kreis der Box... Ich konnte ihn problemlos dirigieren (war ja nix Neues für mich 🙄 ), aber das war teuer. Beim Abrufen fehlte mal wieder das Steh. (Warum trainieren wir das eigentlich noch? Vielleicht sollte ich das nach all den Jahren ohne Erfolg einfach aufgeben 😈 ) Ja und dann Übung 8. Er hat sie SO SCHÖN gemacht. Sogar die Aufnahme war super. Und dann kommt er direkt in die Grundstellung und lässt neben mir das Holz fallen 🙈 Nur noch 5 Punkte dafür, echt schade...

Hier eine Punkteübersicht:

2 Min Sitz 1 Min
Platz mit Abrufen
Freifolge Positionen a. d. Bew. Abrufen mit Steh und Platz Box Richtungs- apport Pylon, Apport und Sprung Identifizieren Distanz- kontrolle
10 8 10 7 6 9,5 6,5 5 9,5 9
x2 x2 x3 x3 x4 x4 x3 x4 x3 x4
20 16 10 21 18 38 19,5 20 28,5 36

Gesamt: 250/320 Punkte (SG - 4. Platz von 5)

Auch wenn es knapp nicht für ein V gereicht hat, war diese Prüfung einfach nur toll! Das Gefühl hat von Anfang bis Ende gepasst. Keine Diskussionen um die Grundstellung, kein ständiges Unterbrechen seines Geschnüffels zwischen den Übungen, auch in den Übungen VIEL weniger Geschnüffel. Und komplett konzentriert durchgearbeitet ohne 0 - und das bei der Hitze, die Drover gar nicht abkann. Ich denke, auch wenn man das Video anschaut, sieht man, das wir beide Spaß hatten und es eine tolle Arbeit von Drover war. Die Punkte spiegeln nicht IMMER alles 😉

Ich bin jedenfalls RICHTIG stolz auf ihn. Auf alle BEIDE. Und auch Quinn, die wir als unseren Glücksbringer dabei hatten, war einfach nur lieb und hat mit allen Menschen und Hunden Freundschaft geschlossen, aber auch ganz brav im Auto gewartet. Ich habe schon ganz schön tolle Hunde

Zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Organisation des HSV Kückhoven wie immer PERFEKT war. Trotz recht vieler Starter war der Ablauf absolut zügig und transparent, es entstanden keine Wartezeiten und kein Leerlauf. Alle waren super nett, Helfer, Stewards und auch unser sehr netter Leistungsrichter Rainer Sydow, der meine Hunde glaube ich schon ein klitzekleinesbisschen mochte, obwohl es Aussies sind 😉

Auch ein ganz herzliches Dankeschön an Ines, die neben Quinn als zweiter Glücksbringer und moralische Unterstützung fungierte, und an Kristina fürs Filmen 🙂 (die Tonspur finde ich ja sehr witzig 😆 )

Geduld ist eine Tugend…

... das müssen Quinn und ich uns immer wieder ins Gedächtnis rufen 😆  Aber wir bessern uns.

Quinn

  • hat in den letzten Wochen gelernt, längere Zeiten im Auto in der Box zu warten (mit geringem Sachschaden 🙄 )
  • kann auch zu Hause mal 2 Stunden alleine bleiben (na ja, die Jungs leisten ihr natürlich Gesellschaft)
  • lernt auf den Spaziergängen das Kommando "Warte", so dass sie auch in Hundebegegnungen und beim Fotografieren schon mal kurz an einem Fleck bleiben kann
  • kann langsam etwas länger aushalten und pinkelt nicht gefühlt alle 10 Minuten.

 

Ich

  • rufe mir ins Gedächtnis, dass alle Welpen Mist machen und Quinn nicht das schlimmste Welpi auf dem Planeten ist
  • erinnere mich daran, dass im Training mit Ty auch nicht sofort alles lief und man erst einmal zueinander finden muss.

 

Und so hat sich unser Alltag schon sehr "entstresst", wobei ich GRUNDSÄTZLICH eigentlich gar nicht so gestresst war. Nur die Situationen, in denen Quinn so völlig auf Durchzug geschaltet hat und eher ein selbstbestimmtes Leben führen wollte, waren etwas - na ja anstrengend. Aber mittlerweile ist sie für mich viel leichter zu handeln. Sie achtet mehr auf mich und ich habe das Gefühl, dass wir besser kommunizieren. Sie hört mittlerweile echt zuverlässig auf ihren Namen, auch in Hundebegegnungen oder wenn irgendetwas spannend ist. Ist ihr etwas unheimlich, sucht sie bei mir Schutz. Am letzten Wochenende in Viersen war ich sehr stolz auf sie. Sie hat sich sehr brav und geduldig zwischen all den Menschen und Hunden verhalten. Ich habe das Gefühl, unsere Bindung hat in der letzten Woche noch mal richtig zugelegt und daher war mir nach diesem Post Ich liebe sie einfach!

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Und auch im Obe machen wir kleine Fortschritte. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass wir auf der Stelle stehen, aber dann ist mir wie gesagt eingefallen, dass ich am Anfang mit Ty auch nicht auf einer Wellenlänge lag. Ich war so auf Drover eingestellt und Ty war eben anders, aber nicht schlechter. Und ich denke, so ist es jetzt auch wieder. Jeder Hund ist einzigartig und nichts läuft beim nächsten Hund genauso wie bei den Vorgängern. Und man braucht einfach eine Weile, um sich darauf einzustellen. Und schließlich ist Quinn ja auch erst 4 Monate alt. Ihre Motivation und Geduld nimmt jedenfalls zu und das gefällt mir sehr 🙂

Hier gibt es mal wieder einen kleinen Einblick in ihr Training:

Action im Rhein

Wir haben das traumhafte Wetter genossen und waren mit den Hunden am Rhein. Dabei habe ich mich mal wieder an Action-Bildern versucht. Diese klappen zwar bei Weitem noch nicht so gut wie Portraits und ich habe auch noch sehr viel Ausschuss dabei, aber ein paar können sich doch sehen lassen 🙂

ASCA in Viersen

An diesem Wochenende waren wir in Viersen beim ASCA Event des ASVA. Wie immer war es eine tolle Veranstaltung mit super tollen Menschen und Hunden!

Ich bin so begeistert von meinen Dreien: wie gechillt sie sich in dem Trubel bewegen, wie freundlich sie sind und natürlich wir traumhaft sie arbeiten (na ja, Quinn natürlich noch nicht *hust*).

Im Rally ging gestern nur Ty an den Start, aber er räumte auch alles ab, was es abzuräumen gab: Er lief in Masters B und Excellent B perfect scores mit je 200 Punkten, in beiden Klassen den 1. Platz und wurde damit sowohl High in Trial als auch High Combined! Er ist einfach so unglaublich zuverlässig und immer hoch motiviert

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Diesmal gibt es kein Video, aber die liebe Melanie hat einige Fotos von uns gemacht. Danke noch mal ganz herzlich!

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Heute stand dann Obedience auf dem Plan. Während ich beim Rally mittlerweile ziemlich locker bin und vor Starts mit Ty sowieso nicht so doll nervös, hatte ich vor dem ersten Start mit Drover in Utility mega Respekt. Doch völlig zu Unrecht, wie sich herausstellte 🙂 Drover war einfach NUR toll. Er war super motiviert und hat unsere Wackelübungen echt toll gearbeitet. Nur LEIDER lief er beim Richtungs-Handschuh-Apport zum falschen Handschuh! So scheiterte das Leg an der scheinbar einfachsten Übung 🙄 Da ich aber völlig ohne Erwartungen an den Start gegangen war, konnte ich nur positiv überrascht werden 🙂 Ich bin sehr stolz auf meinen Hasen, dass er den ersten Start in der ASCA-Königsklasse so super gemeistert hat. Ich denke es tut ihm sehr gut, weniger zu starten und uns trotzdem immer zu begleiten: Er findet es nämlich sehr doof, wenn nur Ty was machen darf und das gibt scheinbar Motivationsschübe 😈 

Ty durfte dann natürlich auch an den Start gehen und holte sich in Open CDX B mit 194 Punkten und dem Klassensieg sein erstes Leg für den CDX 🙂 Am Anfang war er leider noch nicht so ganz bei der Sache, wodurch uns die ersten beiden Vorsitze flöten gingen. Die kosteten jeweils 3 Punkte und blieben die einzigen Abzüge 🙂 Der Rest war nur toll und auch meine Trauma-Übung (herzlichen Dank, Drover 😈 ) - das lange Sitz - war gar kein Problem für das Ty-lchen.

Das Wochenende stand aber auch im Zeichen der Verwandstschaft: Im Obe gingen heute nämlich noch einige weitere Wildsongs an den Start und das sehr erfolgreich! Lustigerweise waren es alles Addison-Kinder und so ließen wir es uns nicht nehmen, das fotografisch festzuhalten!

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Higgins (Addison x Kindle) - 1. Platz Novice A
Leonie (Addison x Denzel) - 1. Platz Novice B
Mama Addison
Ty (Addison x Mig) - 1. Platz Open CDX B

Die Richterin Debra St. Jaques war hin und weg von unseren Hunden und so gab es auch noch ein Poser-Bild von uns allen mit Richterin 😀 (Danke Gudy fürs Fotografieren!)

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Aber auch Quinn traf auf viel Verwandtschaft am Wochenende! Samstag war Kathi mit Schwester Easy da (und startete sehr schön mit Drovers Schwester Peach!), heute dann ihre Brüder Smoke und Dark. Und auch Papa Jagger war vor Ort und wurde wieder erfolgreich ausgestellt!

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Papa Jagger mit seinen Töchtern Quinn und Easy

IMG_8782  IMG_8791Smoke, Quinn, Dark

Ich denke man sieht, dass wir sehr viel Spaß hatten und das ist das Wichtigste! Wenn der Erfolg dann auch noch dazu kommt, ist es natürlich noch schöner. Das war schon ein ziemlich perfektes Wochenende 🙂